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Hebammen benötigen weiterhin Unterstützung

Der Beruf der Hebammen ist der älteste und schönste Beruf seit der Menschheitsgeschichte. Es werden täglich in ganz Deutschland Kinder geboren, aber nicht immer in einem Kreißsaal. Ein Grund dafür sind die fehlenden Kreißsäle. Gerade im ländlichen Raum werden Geburtenstationen geschlossen. Personalmangel und Wirtschaftlichkeit darf nicht das Entscheidungskriterium sein. Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen wohnortnahen Versorgung muss oberste Priorität für die Bundesregierung haben.

Bis zur nächsten Klinik sind es oftmals bis zu 90 Kilometer Wegstrecke, die die werdenden Mütter zurücklegen müssen. Die gleiche Strecke fahren dann auch die Hebammen, wenn sie zur Nachsorge in die Haushalte fahren. Doch vielerorts fehlen Hebammen, so dass die Anfahrtswege und der zeitliche Aufwand nicht im Verhältnis stehen. Eine gute Geburtshilfe ist nur mit guten Arbeitsbedingungen für alle Hebammen möglich. Das bedeutet, dass es auch genügend Hebammen geben muss.

Wir Frauen im SoVD setzen uns für eine bessere Vergütung der Leistungen der Hebammen ein. Sie haben keinen geregelten Arbeitstag. Schnell werden aus acht Stunden schon mal zwölf oder mehr Stunden. Das muss anständig honoriert werden.

Erika Kannenberg


Nachruf Gerhard Polsfuhs – Zeitzeuge

Unser Mitglied Gerhard Polsfuhs, Gründungsmitglied bei der Wiedereinrichtung des „Reichsbund“ im Beitrittsgebiet in seiner Heimatstadt Jarmen und im Land Mecklenburg-Vorpommern, ist im Alter von 95 Jahren verstorben.

Gerhard Polsfuhs war als Direktor der Landwirtschaftlichen Berufsschule Jarmen ein prägender Bürger der Peenestadt. Gesellschaftliche Aktivität, heute Ehrenamt, war für ihn schon vor 1990 wichtig und selbstverständlich.

Als nach der Vereinigung die Notwendigkeit bestand, den Reichsbund auch im Beitrittsgebiet wieder einzurichten, um die Interessen der Kriegsopfer mit starker Stimme zu vertreten und damit auch einen Beitrag zur damals erhofften schnellen inneren Einheit zwischen den deutschen Ländern zu leisten, gründete er mit Interessierten den Reichsbund - Ortsverband Jarmen und übernahm dessen Vorsitz, den er viele Jahre innehatte.

Gerhard Polsfuhs war konsequent in der hauptamtlichen wie auch in der ehrenamtlichen Arbeit, aber für Anregungen und Kritik immer offen. Wie im Beruf, so auch in seiner Tätigkeit beim Reichsund und später beim Sozialverband Deutschland achtete er auf kollektive Meinungsbildung.

Im hohen Alter, als er sein Ehrenamt weitergegeben hatte, blieb er dem Verband in seiner Heimatstadt und seinem Landkreis mit Interesse verbunden.

Wir ehren mit Gerhard Polsfuhs einen Gerechten. Wir behalten ihn in guter Erinnerung.

 

Erika Kannenberg                                                         Dr. med. Helmhold Seidlein

SovD - Kreisvorsitzende Greifswald-Vorpommern      SoVD – Landesvorsitzender M-V