Schon seit Jahren ist der Equal Pay Day ein wiederkehrender Termin im Kalender – leider, muss man sagen. Denn dieses Datum symbolisiert den Tag, bis zu dem Frauen über das Ende des Vorjahres hinaus arbeiten müssen, um auf das gleiche Gehalt von Männern zu kommen. In diesem Jahr fiel dieser Tag auf den 27. Februar.
Ungleichheit hat viele Gründe
Die Ursachen dieser Benachteiligung sind vielfältig. So sind Frauen zum einen in besser bezahlten Berufen weiterhin unterrepräsentiert und machen dort auch seltener Karriere als Männer, obwohl sie statistisch gesehen oftmals besser ausgebildet sind. Zum anderen unterbrechen oder reduzieren Frauen ihre Erwerbstätigkeit deutlich häufiger. Die Gründe hierfür liegen fast immer in der Betreuung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen. Diese Pausen wirken sich negativ auf das Einkommen und in der Folge auch auf die Rentenhöhe aus.
Durch den Equal Pay Day soll ein öffentliches Bewusstsein für die Gründe dieser Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland entstehen. Grundsätzliches Ziel ist es dabei, zu erreichen, dass gleichwertige Arbeit auch gleich entlohnt wird – und das unabhängig vom Geschlecht.
Protest an zentralem Ort
Über Fragen der Lohntransparenz diskutierte der SoVD zum Equal Pay Day 2026 am Berliner Hauptbahnhof mit Vertreter*innen von Gewerkschaften, Verbänden und aus der Politik. Vor Ort waren unter anderem Anja Weusthoff (Abteilungsleiterin Frauen, Gleichstellungs- und Familienpolitik beim DGB), Alexander Nöhring (Leiter der Abteilung Kinder, Jugend, Frauen, Familie beim AWO Bundesverband), Ferda Ataman (Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung) und Elke Hannack (Stellvertretende Vorsitzende des DGB).

