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Karwoche 2022

Pressemeldung

Der Sozialverband Deutschland - SoVD in Mecklenburg -Vorpommern fordert Frieden für alle Menschen.

Jahrzehntelang war der Inhalt dieser Tage zwischen Palmsonntag und Feier der Osternacht, Leben, Sterben, Auferstehung Jesu Christi, in Deutschland nur den Christen vertraut. Generationen kannten Leiden, Verzweiflung, Sterben im Krieg nicht aus eigener Erfahrung. Im Spätwinter und im zeitigen Frühjahr 2022 änderte sich die Welt und bei vielen Menschen der Blick auf das eigene Leben und auch das Leben anderer.

Der Verrat an Jesus und dessen Sterben wurde plötzlich Wirklichkeit als Verrat an Millionen Menschen und am Sterben Zehntausender.

Undenkbares wird jetzt gedacht, Unsagbares gesagt, Unsägliches ist Realität. Damals starb einer für die Vergebung aller Sünden. Heute findet keine Seite die Kraft, allein oder gemeinsam zu vergeben. Diese Unfähigkeit, für eine gemeinsame Zukunft zu denken, verlängert das Leid, das Sterben und die Hoffnungslosigkeit.

Vielleicht ist die Karwoche eine Zeit, zur Besinnung zu kommen. Eine Zeit zu erkennen, welches Elend und welche Not das Beharren auf nur einer Position für Millionen Unbeteiligter in den kriegführenden Ländern, und weit darüber hinaus, für Menschen auf anderen Kontinenten bedeutet.

Krieg kennt keine Gewinner. Es gibt nur Besiegte, Geschändete, Verletzte, Getötete.

Beten wir, und wer nicht beten kann, der bitte um Demut bei den scheinbar Unversöhnlichen, um Schweigen der Antreiber und um Zusammenstehen Aller in gegenseitigem Verstehen, Freundschaft, Solidarität und gutem Willen.

Dr. med. Helmhold Seidlein 
SoVD – Landesvorsitzender Mecklenburg-Vorpommern