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Gruselmitteilung vor Halloween - Drastische Beschränkung des Krankentransportes

Pressemeldung

Fahrten mit dem Krankentransport werden ab Dienstag, dem 1. November 2022, in der Zeit von 24 bis 6 Uhr bzw. an Wochenenden und Feiertagen von 22 bis 6 Uhr im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte nicht mehr durchgeführt.

Kann die Beförderung nicht eigenverantwortlich organisiert werden, müssen die Patientinnen und Patienten die Nacht im Bereich der Notaufnahmen verbringen. Diese sind dafür räumlich und personell, sowie im Servicebereich (Getränke, Speisen), nicht ausgestattet.

Dies ist eine gravierende Verschlechterung für alle Menschen, die in den Notaufnahmen Hilfe suchen. Vielfach sind diese Menschen älter und auch behindert. Es betrifft aber z.B. auch Mütter und Väter mit Kleinkindern.

Es ist nicht nur, im Licht der gleichzeitigen sonstigen Zumutungen, für alle Menschen in Deutschland, ein weiterer Beleg für die Entsolidarisierung der Gesellschaft, dem Verschieben von Lasten hin zu den Schwächsten. Klar ist, dass gerade Menschen, die alt, behindert und gesellschaftlich benachteiligt oder alleinerziehend sind, die meistens keine Möglichkeiten haben eigenverantwortlich den Transport zu organisieren. Abgesehen davon, helfen die Krankentransporteure den Patientinnen und Patienten, die vielfach mobilitätsbehindert sind, bei der Heimfahrt auch beim Aufsuchen der Wohnung.

Für den Sozialverband Deutschland – SoVD in Mecklenburg-Vorpommern ist dies nicht hinnehmbar, gleich welche Gründe von den Verwaltungen dafür benannt werden.

Wir fordern die sofortige Rücknahme dieses Beschlusses und erwarten eine umfassende Information darüber an die extrem verunsicherte Bevölkerung.

Dr. med. H.Seidlein
Landesvorsitzender SoVD Mecklenburg-Vorpommern