Direkt zu den Inhalten springen

Größte Krankenhausreform der letzten 20 Jahre - Minister Lauterbach verkündet Ideen zur Entlastung von Pflegekräften

Pressemeldung

Der SoVD Mecklenburg–Vorpommern erkennt in den bisher bekannt gewordenen Einzelheiten eine Mogelpackung.  Z.B. die Idee, mehr Patienten tagsüber zu behandeln und sie am Abend ihren zumeist berufstätigen oder selbst kranken Angehörigen zurückzugeben, zeugt von Unkenntnis der Lebensverhältnisse vieler Menschen.

Der Minister verkennt auch, dass die Behandlung der Patienten nicht ein Einschichtverfahren ist, sondern, dass die Behandlung in der Zeit von etwa 06.00 Uhr morgens bis etwa 22.00 Uhr abends stattfindet. Dies nun alles in eine Tagschicht zu legen, führt zu einer ungeheuren Komprimierung der Arbeit, sowohl für die Pflegekräfte und auch für die Ärzte. Herr Prof. Dr. Lauterbach sollte sich an seine klinische Zeit erinnern und wissen, dass die ärztlichen Aufgaben eben nicht in der Tagschicht, sondern in vielen Fällen davor und vor allen Dingen danach erledigt werden, ganz besonders nach Wirksamwerden des europäischen Arbeitszeitgesetzes.

Der SoVD wird den weiteren Verlauf des angestoßenen Gesetzgebungsverfahrens genau beobachten und sich in die Diskussion im Interesse der Kranken, ihrer Familie und aller Mitarbeiter der Krankhäuser einbringen.

Dr. med. Helmhold Seidlein
SoVD – Landesvorsitzender Mecklenburg-Vorpommern