Direkt zu den Inhalten springen

18. Oktober

Pressemeldung

Erinnerung an deutsch-russische Waffenbrüderschaft als Grundlage für einen längeren, leider nicht anhaltenden, Frieden in Europa und als Anregung zum Nachdenken über das Heute.

Als Napoleon sein Weltreich nach Osten ausdehnen wollte, Kaiser von Europa, vielleicht auch der Welt zu sein war sein Ziel, missachtete er nicht nur alle Regeln der damals sogenannten. Kriegskunst, sondern wähnte sich in einer unbesiegbaren Übermächtigkeit, die nicht einmal auf tönernen Füßen stand, sondern einfach als Blase schwebte, platzte und hunderttausende Soldaten in den Tod schickte. Er reihte sich ein in die Liste der großen Verbrecher der Weltgeschichte, wurde zum Massenmörder. Bei Leipzig wurde sein Heer vernichtend geschlagen. Deutsch-russische Waffenbrüderschaft war dafür der wesentliche Grund. 120 tausend Soldaten starben an den drei Tagen von Leipzig. Spätere Verbrecher machten, dass aus den Waffenbrüdern Waffenfeinde wurden. Nun mussten Millionen Soldaten sterben. Wieder war die Unfähigkeit, die Realität zu erkennen, die wesentlichen Ursache.

Nun, im 21. Jahrhundert, sind auf den alten, vom Blut vieler Nationen getränkten, Schlachtfeldern wieder Gefechte entbrannt.  Die Geschichte wiederholt sich. Aber dieses Mal sterben nicht hunderttausende oder Millionen, diesmal sterben Milliarden. Diesmal geht es nicht um die Weltkaiserkrone, diesmal geht es um eine Welt umspannende Unterdrückung, in völliger Verdrängung der wahrscheinlichen Weltherrschaft des Todes.

Damals im 19. und 20. Jahrhundert fanden sich, wie auch nun im 21. Jahrhundert, immer Menschen, man muss sagen, sehr viele Menschen, die jeden der Kriege richtig fanden, dessen erhofften „Früchte“ sie aber nicht ernten konnten, weil sie die Zeit danach nicht erlebten: „Die Revolution frisst ihre Kinder, der Krieg Alle!“.

Der SoVD lehnt jegliche kriegerische Auseinandersetzung ab. Als pazifistische Vereinigung wurde er gegründet. Diese Werte hält er auch heute noch hoch gegen alle Anfeindungen, Drohungen und, ja auch, Verlockungen.

Bald kommt der Volkstrauertag. Lassen Sie uns überall dafür eintreten, dass am Tag für die Millionen Opfer durch Krieg, Vertreibung und Terror keine neuen Opfer betrauert werden müssen. Der Krieg muss beendet werden. Kriege schaffen keinen Frieden.

In unterschiedlichster Form war bei all diesen Auseinandersetzungen der Tod immer ein Meister aus Deutschland. So ist es auch dieses Mal. Halten wir alle seine Hände und Werkzeuge fest. Nehmen wir ihm seine Stimme.

Dr. med. H. Seidlein
SoVD Landesvorsitzender Mecklenburg-Vorpommern