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Afghanistan - ein Desaster, politisch und militärisch


Aufforderung zum Gedenken, zur Hilfe und zur Solidarität

Der Krieg ist verloren, die Mission nicht erfüllt, die Gefallenen umsonst gestorben. 
Für sie fordern wir einen Ort des gesellschaftlichen und individuellen Gedenkens zu schaffen.

Unser Mitgefühl und unsere Solidarität sind bei den Familien der Soldatinnen und Soldaten, die nicht mehr nach Hause kamen, wie auch bei den auf Dauer kriegsbedingt Geschädigten. Allen Betroffenen muss jede nur erdenkliche Hilfe zuteilwerden.
Der Sozialverband Deutschland-SoVD war und ist gegen jegliche kriegerische Auseinandersetzung und hat vor dem jetzt offenbar gewordenen Desaster am Hindukusch, an dem niemals deutsche Interessen zu verteidigen waren, gewarnt. Die Verantwortung für Zerstörung, Verstümmelung und Tod muss unser Parlament übernehmen. Ungeachtet der Erfahrungen des Irakkrieges und anderer Kriege hat es der deutschen Parlamentsarmee den Marschbefehl gegeben.

Der Bundestag muss jetzt auch die Verantwortung für die Menschen in Afghanistan übernehmen, die der Deutschen Bundeswehr in ihrer hoffnungslosen Mission zur Seite standen und nun um ihr und das Leben ihrer Familien bangen. Geben wir ihnen eine neue sichere Heimat. Laden wir sie ein, mit uns in Deutschland zu lernen, zu arbeiten und zu leben bis irgendwann tatsächlich Frieden in Afghanistan sein wird durch Gespräche, Hilfe und Toleranz. Dann sollen sie entscheiden, ob sie zurückkehren wollen in ihr schönes so geschundenes Land.


Dr. med. Helmhold Seidlein 
SoVD-Landesvorsitzender MV