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Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung findet jährlich am 5. Mai statt

Der Sozialverband Deutschland-SoVD (ehemals Reichsbund) setzt sich seit 1917 mit Nachdruck und erfolgreich für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein. Dabei handelte es sich zunächst um Kriegsversehrte.  Nunmehr ist er Interessenvertretung und Mitgestalter einer umfassend barrierefreien inklusiven Gesellschaft in Deutschland. Er gehört zu den sieben anhörungs- und informationspflichtigen Verbänden unseres Landes. Rund 600 000 Mitglieder, ehrenamtlich Tätige und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in Ortsgruppen, Kreis- und Landesverbänden und im Bundesverband daran, das Sozialstaatsgebot und die solidarischen Grundlagen, wie sie im Grundgesetzt benannt sind, im täglichen Leben umzusetzen. Sie sind ein ständiger Mahner, sie sind das soziale Gewissen der handelnden Politik.

Sie fordern, die guten gesetzlichen Grundlagen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung konsequent umzusetzen. Beispielsweise soll das Bundesteilhabegesetz mehr Teilhabe und Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen ermöglichen. Jede Frau und jeder Mann, jung oder älter, mit Behinderung, soll genau die Unterstützung erhalten, die er benötigt, um sich seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend individuell und gesellschaftlich zu entfalten und auch seine behinderungsbedingten Bedürfnisse zu erfüllen.

Der SoVD arbeitet aktiv an der Weiterentwicklung der gesetzlichen Grundlagen einer auf Inclusion gerichteten Behindertenpolitik mit und bringt sich z.B. auch in die permanente Aktualisierung der  „Versorgungsmedizinverordnung“ als wichtige Grundlage für die Inanspruchnahme von sozialen Ausgleichen durch Menschen mit anerkannten Behinderungen, in Deutschland immerhin 12 Millionen Menschen, davon 9 Millionen Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung, ein.

Die schlimmen Auswirkungen der Coroapandemie auf alle Menschen in Deutschland, aber insbesondere auf Alte, Schwache, sozial Benachteiligte, Alleinstehende, Alleinerziehende und Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer mit Behinderungen zeigen erneut auf, welch große Lücken zwischen Anspruch an eine grundgesetzentsprechende inklusive Gesellschaft und der gesellschaftlichen Wirklichkeit in Deutschland 2020 und 2021 klaffen.

Wir tolerieren das nicht!

Wir werden unsere Arbeit in den Ortsgruppen des SoVD, unsere Sozial- und Rechtsberatung in den Beratungszentren des SoVD und unsere sozialpolitische Arbeit auf allen politischen Ebenen, kommunal, im Land und im Bund intensivieren und für die Belange der Menschen mit Behinderungen und anderer benachteiligter Gruppen eine starke Stimme sein.
 

Dr. med. Helmhold Seidlein 
SoVD – Landesvorsitzender Mecklenburg - Vorpommern