Pressemitteilung vom 28.03.2018

Der Sozialverband Deutschland e.V. fordert eine Verbesserung der Situation von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen in Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Teilhabesicherung

Frühjahrsempfang 2018 der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems

 

Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen ein unfallbedingtes Schädelhirntrauma. Die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre alt und 45.000 von ihnen muss mit lang anhaltenden oder dauernden Schäden des Gehirns gerechnet werden.

In Deutschland sind heute rund 800.000 Menschen mit erworbenen Hirnschädigungendauerhaft auf Hilfe, Förderung und / oder Pflege angewiesen. Für diese Menschen und ihre pflegenden Angehörigen ist die ZNS Ansprechpartner, Lobbyist und Motivator für die Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben und bringt dafür eine über 30-jährige Erfahrungen in der Förderung der Wahrnehmung in Gesellschaft und Politik und der Stärkung der Rechte von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen mit.

Seit 1983 ist das von Hannelore Kohl gegründete Kuratorium ZNS, seit 1993 Stiftung für Unfallopfer zur Förderung der Rehabilitation Hirnverletzter, für diese Menschen und ihre pflegenden Angehörigen Ansprechpartner, Lobbyist und Motivator für die Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben.

Die Stiftung bietet Beratung und Angebote für Unfallopfer und ihre Angehörigen. Hierzu unterhält sie einen unabhängigen Beratungsdienst. Hilfesuchende erhalten kompetenten Rat, Informationen und praktische Hilfe. Mit ihren Hilfefonds unterstützt sie betroffene Familien. In Seminaren können hirnverletzte Menschen Kontakte zu Gleichbetroffenen knüpfen oder erfahren pflegende Angehörige Unterstützung.

Die Stiftung bietet Hilfe bei der Finanzierung, der Ausstattung in Krankenhäusern und Einrichtungen zur Versorgung und Rehabilitation hirnverletzter Menschen.

Vermittlung von Möglichkeiten der Prävention und Aufklärung über Unfallrisiken soll dazu dienen, die Anzahl und Schwere von Kopfverletzungen zu senken.

Forschungsförderung auf dem Gebiet der Neurowissenschaften ist ein wichtiges Arbeitsgebiet.

Die Arbeitsergebnisse, Erfolge und Misserfolge der praktischen Tätigkeit und der Lobbyarbeit werden in jährlichen Kongressen von Stiftungsmitgliedern, Betroffenen, Wissenschaftlern und Politikern sowie Verbänden wie dem Sozialverband Deutschland e.V. dargestellt und diskutiert, beispielsweise auf den Reha-Nachsorgekongressen der Arbeitsgemeinschaft „Teilhabe, Rehabilitation, Nachsorge und Integration“ nach Schädelhirnverletzungen.

Auch im 35. Jahr wird die ZNS wichtige Projekte in der politischen, der praktischen Beratungs-, Forschungs- und der sozialpolitischen Arbeit weiterführen oder neu beginnen.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Breuer konnte auf dem Frühjahrsempfang am 22. März 2018 in Berlin gute Bilanzen der ZNS in allen ihren satzungsgemäßen Aufgaben in einem gleichzeitig schwieriger gewordenen Umfeld für Stiftungen vorweisen.

Der Sozialverband Deutschland e.V. als ein maßgebender Interessenvertreter der Menschen mit Behinderungen wird die Arbeit der ZNS für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen weiterhin unterstützen und sozialpolitisch begleiten. Dies betonten Präsident Adolf Bauer, die frauenpolitische Sprecherin Edda Schliepack und SPA-Mitglied Helmhold Seidlein in den vielen interessanten Gesprächen an diesem Abend mit Vorstand, Förderern und Mitgliedern der Hannelore Kohl-Stiftung, Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirates wie Prof. Dr. Dr. h.c. Axel Ekkernkamp, Vertretern der Gesetzlichen Unfallkassen und der Stiftungsbotschafterin Sopranistin Eva Lind.

 

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