Pressemitteilung vom 08.09.2018

Lesen und Schreiben für Alle

In  jedem Jahr werden am Tag der Analphabeten die gleichen erschreckenden Zahlen veröffentlicht.

750 Millionen Menschen auf der Welt können nicht ausreichend oder gar nicht lesen und schreiben, das sind rund 10 Prozent der Weltbevölkerung

Diese Quote ist in Deutschland ebenso hoch.

Viele Gründe können dafür benannt werden. Dies  erfolgt Jahr um Jahr, gelöst wurde das Problem nicht. Es wird akzeptiert, dass jede zehnte Bürgerin bzw. Bürger im Land, diese Grundfertigkeiten und -fähigkeiten nicht beherrscht. Inklusion ist dann natürlich nicht möglich.

Mit sogenannter „Leichter Sprache“ wird versucht, diesen Menschen  Hilfe zu geben. Aber auch dafür muss man lesen können.

Überall in der Bundesrepublik finden Sprachkurse  statt. Der SoVD in Mecklenburg-Vorpommern hat schon in den vergangenen zwei Jahren gefordert, in diese Kurse die deutschen Analphabeten einzubeziehen. Es kann dadurch dem Einzelnen geholfen werden, aber gemeinsames Lernen verbindet auch. Dies  wäre ein guter Beitrag zur Integration.

Von der Landesregierung fordert der SoVD ein Programm, durch welches bis zum Jahr 2030 in Mecklenburg-Vorpommern der Analphabetismus für alle Erwachsenen überwunden ist. Die Kursteilnahme muss wie der Schulbesuch generell verpflichtend und kostenfrei für die Betroffenen sein. In allen Einrichtungen der vorschulischen, schulischen und beruflichen Bildung müssen Lesen, Schreiben und Rechnen vorrangig  vermittelt werden als unabdingbare Voraussetzung für uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Es ist höchste Zeit, zu handeln!