Pressemitteilung vom 04.06.2019

SoVD warnt vor steigenden Kosten in der Pflege

Der Sozialverband Deutschland (SoVD), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, warnt zum wiederholen Male vor steigenden finanziellen Belastungen der Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und allen Versicherten.

Die Ergebnisse der heute von der Bundesregierung vorgelegten Ergebnisse der vor einem Jahr gestarteten „Konzertierten Aktion Pflege“ bleiben weit hinter den schon nicht hoch angesetzten Erwartungen zurück. Absichtserklärungen allein reichen nicht aus, um die prekäre Situation in der Pflege, gleich ob es Personal, Qualität, Anzahl der Pflegeplätze usw. zu verbessern. Insbesondere die  Frage der Finanzierung bleibt unbeantwortet. Der gestrige Verweis der Minister Giffey, Span und Heil auf eine notwendige gesellschaftliche Diskussion zur Pflege bzw. zu den immens gewachsenen und weiter wachsenden Kosten ist richtig, aber keine Lösung, so der Landesvorsitzende Dr. Seidlein. Die Pflegekosten würden steigen. Grob fahrlässig  war und ist es, illusionäre  Vorstellungen über die Verbesserung der Pflegesituation zu verbreiten ohne konkrete Ideen zu deren Finanzierbarkeit. Der richtige Weg, Rückführung der Pflege  in Organisationsformen öffentlichen Rechts wird gescheut wie vom Teufel das Weihwasser.

Außerdem muss die Pflegevollversicherung eingeführt werden, die über eine Bürgerversicherung finanziert wird. Darüber muss aber tatsächlich eine demokratische Diskussion in unserem Land geführt werden. Und keinesfalls darf die Pflegevollversicherung zu noch stärkeren Mehrwertgenerierung der Pflegeindustrie führen.

V. i. S. d. P.: Thomas Zischke