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Pressemitteilung vom 26.12.2020

Die Impfung ist wichtig!

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun ist es soweit. Am 27.12.2020 können die ersten hochbetagten Frauen und Männer und Menschen, die beruflich höchstgefährdet sind, gegen die Geisel 2020, die COVID-19-Erkrankung geimpft werden.

Darüber können wir froh sein. Dahinter steht die angestrengte Arbeit vieler Frauen und Männer über ein Jahr lang und auch die Bereitschaft von Zehntausenden sich für Testimpfungen zur Verfügung zu stellen. Die Impfmöglichkeit nun als die „eigentliche frohe Weihnachtsbotschaft“ zu deklarieren, wie es der Gesundheitsminister heute nicht hat unterlassen können, grenzt allerdings an Blasphemie. Auch er trägt Verantwortung dafür, dass unser Land und seine Strukturen auf eine Naturkatastrophe diesen Ausmaßes nicht vorbereitet war. Darüber wird noch intensiv und lange zu sprechen sein, gleichermaßen über die Aussage unseres Staatspräsidenten, dass wir durch die Impfung unser Leben wiedererhalten werden. Wenn wir nach der Erfahrung diesen Jahres so weiterleben, wie bis 2019, dann werden wir sehr bald eine ähnliche Katastrophe erleben!

Heute möchten wir alle unsere Mitglieder und ihre Angehörigen bitten, sich mit Ihren Ärzten zu beraten, bzw. die Angebote zur Impfberatung der Gesundheitsämter anzunehmen. Wir sprechen ausdrücklich keine Impfempfehlung aus. Es geht um eine sehr persönliche Entscheidung. Aber wir bitten alle, in ihre Entscheidung auch Gedanken der Solidarität mit einfließen zu lassen. Sich impfen zu lassen, ist ein Akt der Solidarität gegenüber der Gesellschaft, in der wir alle miteinander leben. Gesellschaftssysteme vor unserem jetzigen lösten das Problem der tödlichen Infektionskrankheiten durch eine Impfpflicht. Die damit angestrebten Ziele wurden erreicht.

Wir setzten heute auf die Kraft der Überzeugung und das Vorbild. Es wird sich zeigen, ob damit eine ausreichende Durchimpfung der Bevölkerung, es müssen ja immerhin mindestens rund 53 Millionen Bürgerinnen und Bürger unseres Landes zweimal geimpft werden, zu erreichen ist.

Wir wünschen denen, die ihre erste und in drei Wochen ihre zweite Impfung erhalten, dass sie uns allen ein Beispiel und durch einen komplikationslosen Impfverlauf auch Mut geben, für uns und unsere Gemeinschaft diesen Schutz anzunehmen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.
 

Ihr 
Dr. med. Helmhold Seidlein 
Landesvorsitzender SoVD Mecklenburg-Vorpommern