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Pressemitteilung vom 19.03.2020

Corona ist kein Grund therapeutische Leistungen einzuschränken


Der SoVD in Mecklenburg – Vorpommern sorgt sich um die medizinische Betreuung

Uns erreichen Hinweise von Kranken und Pflegebedürftigen, die in Einrichtungen oder in der Häuslichkeit leben, wonach dringende therapeutische Leistungen von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden usw. nicht erbracht werden mit Verweis auf das allgegenwärtige Corona-Virus. Sicherlich ist die Situation ernst. Es gibt erhebliche notwendige Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten. Ausdrücklich ausgenommen in den Verordnungen sind allerdings notwendige, nicht aufschiebbare, medizinische Leistungen.
Die Bundeskanzlerin hob die Arbeit der im Gesundheitsdienst Beschäftigten deshalb auch als besonders wichtig und anerkennenswert hervor.

Es kann und es darf nicht sein, dass privat geführte wie auch Dienste von Wohlfahrtsverbänden ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anweisen, therapiebedürftige Menschen in Pflegeheimen oder in der eigenen Wohnung nicht aufzusuchen.

Doch dies kommt vor!

Der Sozialverband Deutschland – SoVD in Mecklenburg – Vorpommern fordert die Landesregierung, insbesondere das Ministerium für Gesundheit, die Arbeitgeber im therapeutischen Bereich und deren Verbände auf, solchen Bestrebungen, hinter denen auch der Wunsch nach Einsparungen für Schutzmaßnahmen und der Erlangung von Kurzarbeitergeld steht, sofort und entschieden entgegenzutreten:

Soziale Distanz (A. Merkel), „Social  Distancing", ist kein Aufruf zur totalen Abkapselung und gesellschaftlichen Vereinsamung und vor allen Dingen keine Anordnung, seine dienstlichen oder menschlichen Pflichten nicht zu erfüllen!
 

Dr. med. Helmhold Seidlein

SoVD Landesvorsitzender Mecklenburg - Vorpommern