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Pressemitteilung vom 17.03.2020

Solidarität in Zeiten von Covid-19

Solidarität in Zeiten von Covid-19

Sozialverband Deutschland in M-V und Deutsche Kinderhilfsstiftung e.V. - Förderverein  bitten für die Arbeit mit sozial- und gesundheitlich benachteiligten Kindern die Landesregierung um Hilfe.

Die Landesregierung M-V hat in diesen Tagen sehr weitreichende Einschränkungen der Bürgerrechte beschlossen.

Die meisten Frauen und Männer mit Kindern, egal in welcher Lebenssituation, häufig selbst behindert und auch schon in prekären sozialen Verhältnissen, benötigen verstärkt unsere Hilfe.

Viele, der überwiegend alleinstehenden Mütter mit behinderten Kindern, bedürfen jetzt besonderer Unterstützung. Dafür arbeitet auch der Deutsche Kinderhilfsstiftung e.V. – Förderverein. 

Die Zeitdauer der beschlossenen Maßnahmen ist ungewiss. Nach bisherigen Verlautbarungen allerdings so weit gefasst, dass viele Menschen, auch aus dem sozialen Umfeld, in soziale Nöte kommen werden. Sie haben derzeit in unterschiedlichen Verwaltungsverfahren bei der Agentur für Arbeit, beim Jobcenter, bei Sozial- und Jugendämtern, bei Versorgungsämtern, Kranken- und Rentenversicherungen, Pflegekassen, Sozialgerichten, Zulassungsstellen für Behindertenfahrzeuge usw. Verfahren laufen.

Wir fordern die Landesregierung auf, die zuständigen Behörden anzuweisen, im Sinne eines Zwischenbescheides ohne weitere Prüfung sämtliche sozialen Verfahren im Sinne der Antragsteller zu entscheiden. Leistungen müssen dann an eine Befristung gebunden sein, wie etwa für zunächst sechs Monate. Eine kürzere Frist ist nicht plausibel, da es im günstigsten Falle bei den jetzt vorgegebenen Zeiträumen mindestens vier Monate dauern wird, ehe nicht erledigte Verwaltungsverfahren aufgearbeitet sein werden.

Dabei sollte das Ehrenamt nicht vergessen werden. Kein Bereich in Deutschland hat mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Viele Initiativen, Vereine und Organisationen werden ohne direkte ausreichende Hilfe in kürzester Zeit nicht mehr lebensfähig sein und müssten sich nach der Krise, sicher zum Teil über Jahre, wiederfinden. Das Danach soll nicht schon heute von vermeidbaren Enttäuschungen leben. Ob kleine Sportvereine, ein Chor oder auch Träger der politischen Bildung - es gäbe viele weitere Segmente zu benennen. Sie werden in kurzer Zeit erdrückt von vielen finanziellen Vorleistungen aufgrund abgesagter Veranstaltungen oder Events, den manchmal nicht unerheblichen Fixkosten und dem gleichzeitigen Kampf mit mangelnden Entgelten und Spenden, bedingt durch den wirtschaftlichen „shut down“ bei vielen Partnern im Land.

Auch der Deutsche Kinderhilfsstiftung e.V. - Förderverein arbeitet momentan im Krisenmodus, um die Ausrichtung der  geplanten Projekte zu ermöglichen. So haben wir unser erstes Camp 2020 für Kinder mit gesundheitlichen und sozialen Benachteiligungen in diesem Jahr um 8 Monate verschoben. Dank eines engagierten Teams, welches sich innerhalb von Stunden auf einen anderen Termin einigen konnte, einer großen Airline, die in kulanter Weise kostenfrei Flüge umbuchte und unserem Partner, der ohnehin leidenden Tourismusbranche, welche die Zimmer auf das neue Zeitfenster fixierte. 

Bitte helfen Sie NEBEN einer sofortigen kulanten Behandlung der in diesem Schreiben benannten Verwaltungsverfahren, das Ehrenamt auch mit einem Soforthilfeprogramm zu unterstützen. Es wird Ihnen nicht nur durch hohe Effizienz beim Einsatz dieser Mittel gedankt. Das Ehrenamt wird sich an das Handeln der Politik im Sinne von Solidarität und Menschlichkeit nach dem Ende der Krise erinnern. 

Auch der Deutsche Kinderhilfsstiftung e.V. – Förderverein kämpft momentan verstärkt mittels den Umständen gehorchenden Krisenmanagements um die Ausrichtung der eigenen touristischen Projekte. Natürlich mit Blick auf die Erfordernisse die sich aus den Notwendigkeiten im Sinne der Volksgesundheit ergeben. So haben wir unser erstes Camp in diesem Jahr um 8 Monate verschoben. Dank eines engagierten Teams, welches in Gänze sich innerhalb von Stunden auf ein anderen Termin einigen konnte, einer großen Airline die kulanter Weise kostenfrei Flüge umbuchte und unserem Partner, der ohnehin leidenden Tourismusindustrie, welcher die Zimmer auf das neue Zeitfenster fixierte. 

Dennoch sind wir auf zusätzliche unbürokratische Hilfe durch die öffentliche Hand angewiesen, um die geplanten, bisher allein spendenfinanzierten Vorhaben für den genannten Personenkreis, nunmehr kostenintensiver als geplant, im Jahr 2020 realisieren zu können, getreu unserem Credo: „Das schönste Geschenk ist das Lachen eines Kindes“.



 

Dr. med. H. Seidlein                                  Michael  Seuchter

Landesvorsitzender SoVD M-V                 DKHS e.V. – Förderverein                           

Corona und die Abwehr ihrer Folgen

Die Landesregierung M-V hat gestern sehr weitreichende Einschränkungen der Bürgerrechte für die aktuell bedrohliche Situation beschlossen. Das ist so erforderlich.

Aber es wird eine Zeit nach Corona geben.

Dann müssen die Folgen dieser Epidemie beseitigt und vor allen Dingen Entscheidungen getroffen werden, die einen erneuten gesellschaftlichen Stillstand möglichst ausschließen.

Dies alles wird Mittel in nicht absehbarer Höhe erfordern.

Der Sozialverband Deutschland in Mecklenburg – Vorpommern schlägt deshalb vor die Diskussion um eine Abschaffung des Solidaritätszuschlages zu beenden.

Es ist für die steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürger einfacher mit der jetzigen Regelung, die seit vielen Jahren in allen persönlichen und familiären Planungen berücksichtigt wurde, das Leben zu gestalten als eine Steuer abgeschafft und neue eingeführt zu erleben.

Eine gesondert eingeführte „Corona-Steuer“ würde dann in jedem Fall auch höher sein als der bisherige Solidaritätszuschlag. Der ist in seiner Höhe bekannt und es ist Aufgabe der Politik ihre Ausgaben an den dadurch vorgegebenen Möglichkeiten auszurichten, anstelle in der jetzigen durch Panik gekennzeichneten Situation noch mehr Geld vom Steuerzahler abzuverlangen.

Dr. med. Helmhold Seidlein

Landesvorsitzender SoVD Mecklenburg - Vorpommern 

Corona - Der SoVD in M-V fordert unbürokratische Genehmigung von Anträgen auf Sozialleistungen und soziale Ausgleiche

Die Landesregierung M-V hat gestern sehr weitreichende Einschränkungen der Bürgerrechte beschlossen. Gleichzeitig hat sie dem produzierenden und handelnden Gewerbe massive Unterstützungen zugesagt.

Das Gesundheitswesen wurde aufgefordert in bisherigem Umfange weiterzuarbeiten, allerdings nur in den praktischen Bereichen.

Die Zeitdauer der beschlossenen Maßnahmen ist ungewiss, nach bisherigen Verlautbarungen allerdings so weit gefasst, dass viele Menschen in soziale Nöte kommen werden, die derzeit in unterschiedlichen Verwaltungsverfahren bei der Agentur für Arbeit, beim Jobcenter, bei Sozial- und Jugendämtern, bei Versorgungsämtern, Kranken- und Rentenversicherungen, Pflegekassen, Sozialgerichten usw. Verfahren laufen haben.

Der SoVD in M-V fordert deshalb die Landesregierung auf die zuständigen Behörden anzuweisen, im Sinne eines Zwischenbescheides ohne weitere Prüfung sämtliche soziale Verfahren im Sinne der Antragsteller zu entscheiden. Leistungen müssen dann an eine Befristung gebunden sein, wie etwa für zunächst sechs Monate. Eine kürzere Frist ist nicht plausibel, da es im günstigsten Fall, bei den jetzt vorgegebenen Zeiträumen, mindestens 4 Monate dauern wird, ehe nicht erledigte Verwaltungsverfahren aufgearbeitet sein werden.

Dr. med. Helmhold Seidlein

SoVD Landesvorsitzender in  Mecklenburg - Vorpommern