Direkt zu den Inhalten springen

Pressemitteilung vom 25.06.2018

Baukindergeld ist sozial unausgewogen

Der Sozialverband Deutschland begrüßt alle Vorhaben der Politik, den Verfassungsauftrag, wonach die Familie unter  einem besonderen Schutz stehe, umzusetzen. Und da gibt es Vieles zu tun.

Nunmehr Familien, die prinzipiell in der Lage sind, ein Eigenheim zu errichten, einen Bauzuschuss zu gewähren ohne für die Familien, die dazu eben nicht in der Lage sind, einen gleichartigen Ausgleich zu gewähren, kann von uns nicht unterstützt werden.

Gerade sind wieder Statistiken veröffentlicht worden über Gesundheitszustand, Bildungschancen , Aufstiegsmöglichkeiten im Erwerbsleben, Engagement im Ehrenamt u.s.w., die zeigen, dass  die Fürsorge der Gesellschaft, gerade in  den Bevölkerungsgruppen  mit niedrigem Familieneinkommen notwendig ist, um zu verhindern,

  • dass arm bleibt, wer arm ist,
  • dass schlechter wohnt, wer arm ist,
  • dass weniger Bildungs- und Berufschancen hat, wer arm ist,
  • dass früher stirbt, wer arm ist.

Da geht ein Baukindergeld in der vorgesehenen Art und Weise nicht zu den wirklich bedürftigen, noch dazu dieser von Steuerzahlern bereitgestellte Zuschuss später, wenn die so geförderte Immobilie einmal verkauft werden sollte, nicht an die Gesellschaft zurückgegeben werden muss.

Es gibt andere gerechtere Möglichkeiten, Familien zu unterstützen. Der soziale Wohnungsbau muss gefördert werden, die Ganztagsbetreuung aller Kinder muss gewährleistet sein. Vorschulische Bildung in Krippe und Kita muss durchgängig gewährleistet werden.  Schulgeld und Lehrmittelbezahlung sind nicht zeitgemäß.

Das Baukindergeld gehört abgeschafft, die freiwerdenden Mittel sollen allen Kinder aufziehenden Familien zugute kommen.

 

Dr. Helmhold Seidlein

Landesvorsitzender

SoVD Landesverband Mecklenburg - Vorpommern