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Pressemitteilung vom 23.07.2018

Der dreifache Spahn

1.Ankündigung

2. Verkündigung

3.Abkündigung

 

Im Wahlkampf wurden Stellen für neue Pflegekräfte versprochen, vollmundig, nur, der Bedarf lag und liegt 10 mal so hoch

Nach der Wahl wurden bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte versprochen. Die Kosten sollen im wesentlichen die zu Pflegenden tragen, so sieht es das Gesetz vor. Da viele Pflegeheimbewohner  so gut wie keine finanziellen Mittel mehr haben, muss der Staat die höheren Kosten ausgleichen, mit Steuergeldern, die kommen von allen, den Nichtpflegebedürftigen und auch den Pflegebedürftigen.

Nun, da sich zeigt, dass zwischen Versprechen und Möglichkeiten der Realisierung Welten klaffen, ist der Minister  schon am Ende, so wenige Monate nach seiner Amtsübernahme. Seine Pläne lassen sich nicht realisieren, es fehlt schlicht am Geld. Eine Erhöhung der Pflegekassenbeiträge soll es  richten mit dem  obskuren Argument, die Mehrheit der Bevölkerung wünsche sich eine Verbesserung der Situation der Pflegebedürftigen.

Unklar bleibt, wir haben mehrfach zur Diskussion aufgerufen, wo die Gelder bleiben, die den Pflegeeinrichtungen bei  voller Bettenbelegung aber nicht erfüllten Personalplänen zufließen, bleiben.

Klar ist nur, hier betreibt ein Minister Lobbyarbeit für die Pflegeindustrie.

Der Sozialverband Deutschland in Mecklenburg - Vorpommern fordert in unserem Bundesland einen „Runden Tisch Pflege“ unter Beteiligung der Betroffenen und ihrer Verbände, den Pflegekassen, den Pflegewissenschaften, den Vertretern der Pflegeberufe und den Verantwortlichen Politikern im Land.

Nach Analyse der Ist-Situation  und der zu erwartenden Entwicklung des tatsächlichen Bedarfes an Pflege soll für das Land ein tragfähiges Konzept entwickelt werden, realistisch, transparent, finanzierbar.

Wir sind zur Mitarbeit bereit.

 

Dr. med. Helmhold Seidlein

Landesvorsitzender SoVD Mecklenburg - Vorpommern