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Pressemitteilung vom 22.05.2018

Ein Müller, dem das Korn ausgeht

Entwicklungsminister Müller leistet eine sehr gute geräuschlose  Arbeit. Sie muss erfolgreicher werden!

Er hat sich ganz der Solidarität verschrieben als Hilfe zur Selbsthilfe. Diese Arbeit benötigt viel Geld um den in der Ferne Notleidenden Arbeit, Brot und soziale Unterstützung  geben zu können, zuvorderst   Wasser, Krankenhäuser und Schulen.

Was er mit seinem vergleichsweise geringem Etat leistet ,ist vorbildlich .Er  will mehr  leisten, um diesen Menschen zu helfen, in ihrer Heimat leben, aufwachsen, lernen, arbeiten und ihre Länder voranbringende können.

Es ist nicht human, diese Menschen mit Aufnahme- und Integrationsversprechen für eine weite gefährliche Reise nach Europa  zu motivieren,  wo in sehr vielen Fällen Enttäuschung. Frustration und allenfalls soziale Parallelität  zu auch hier in hoher Zahl lebenden Bedürftigen auf  sie warten.

Wenn Minister  Müller mehr Geld fordert, so ist das sachlich  richtig und findet unsere Unterstützung. Die aktuell genannten rund 80 Milliarden Euro im Bundeshaushalt für Flüchtlingsarbeit haben  genügend Raum  für Vororthilfen. Natürlich, wir begehen den 200. Geburtstag des genialen Sozialphilosophen und Ökonomen Karl Marx, ist das  des Eigentums  an Produktionsmitteln entblößte „vagabundierende“ Proletariat eine unentwegt sprudelnde  Quelle für Mehrwertschöpfung der Besitzer von Produktionsmitteln.  Das hat im Übrigen auch ein Herr. Christian Lindner deutlich gemacht, der sich unter liberalem Mantel gern für flexible Verfügbarkeit der Arbeitnehmer in Eigenverantwortung  ausspricht, als er sich vor Wochenfrist ausdrücklich gegen die zu intensive Beschäftigung  mit den Marx´schen Theorien gewandt hat.

Es ist beschämend, wenn Politiker für die Finanzierung der Müller?schen Pläne keinen Spielraum  sehen, wohl aber Unsummen in funktionsuntüchtiges Spielzeug der Militärs  stecken wollen.

Bei der weltweiten Not und den auf absehbare Zeit nicht  lösbaren Integrationsprobleme in Deutschland  muss der weiteren Entsolidarisierung unserer Gesellschaft , auch durch  Verteilungsungerechtigkeiten  zwischen allen Bedürftigen, entgegengewirkt werden. Es  müssen  deutlich mehr Geld, Material, Ausrüstungen, Techniktransfer und Manpower in die Quellgebiete der Not und des Elends fließen bei gleichzeitiger tatsächlicher Armutsbekämpfung in Deutschland.

Der Sozialverband  Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt nachdrücklich die Bemühungen von Minister Müller um  Ausweitung und Effizienzsteigerung der deutschen Entwicklungshilfe.

 

Dr. med. Helmhold Seidlein

SoVD Landesvorsitzender Mecklenburg- Vorpommern