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Pressemitteilung vom 19.03.2018

AOK will mehr Qualität

Die AOK fordert die Zentralisierung und Qualitätsverbesserung spezialisierter und hochspezialisierter Krankenhausleistungen.

Es gibt kein Argument gegen diese Zentralisierung,  und es gibt auch kein Argument für die Beibehaltung der Zersplitterung in der Erbringung solcher Leistungen in kleinen und Krankhäusern und Praxiskliniken  oder über Belegbetten.

Oft wird angeführt, die Patentinnen und Patienten wünschten eine wohnortnahe Betreuung im Krankenhaus. Dies ist vorgeschoben und nicht zutreffend: Gewünscht wird  die Behandlung in gut ausgestatteten Kliniken durch  erfahrene Ärzte und qualifiziertes Krankenhauspersonal.

Der SoVD in M-V unterstützt die Initiative der AOK. Er wünscht in unserem Flächenland  die Stärkung von Leistungszentren.

Der SoVD weiß, dass mit Spezialisierung und Zentrenbildung Fahrtwege für Patientinnen und Patienten  länger werden können.

Dies verschlechtert die Situation gerade für Menschen mit Behinderungen, ältere Hilfesuchende aber auch Mütter und Väter mit ihren Kindern.

Wir fordern deshalb die vollständige Übernahme der Fahrtkosten für alle ärztlich festgelegten Termine in einem solchen  Zentrum und die Entwicklung eines Modelles für die teilweise oder vollständige Übernahme von Fahrkosten der Angehörigen bei stationärer Behandlung wohnortfern.

In die Diskussion um Zentrenbildung und auch in die Erarbeitung eines Fahrtkostenmodelles will sich der SoVD in Mecklenburg – Vorpommern einbringen.

Dr. med. Helmhold Seidlein

Landesvorsitzender SoVD Mecklenburg-Vorpommern