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Pressemitteilung vom 11.06.2018

Unser wichtigstes Lebensmittel-das Wasser- leidet Not

Der Sozialverband Deutschland ist in großer Sorge, dass erhebliche Mehrbelastungen auf alle Menschen in unserem Land zukommen, weil die industrielle Landwirtschaft zunehmend das Grundwasser verunreinigt.

Deutschland wurde  gemaßregelt, weil die Nitratbelastung des Grundwassers in Deutschland weit über den Grenzwerten, wie sie von der EU vorgegeben sind, liegt. Diese Grenzwerte sind keine bürokratischen Festlegungen, sondern berücksichtigen die gesundheitlichen Risiken, wie sie von der Weltgesundheitsorganisation festgestellt wurden.

Wasser ist unsere Lebensgrundlage. Der Staat hat die Aufgabe, Wasser in ausreichender Menge und gesundheitlich unbedenklicher Qualität zur Verfügung zu stellen. Ob die Wasserverbände, die sehr profitabel arbeiten, dafür die geeignete Organisationsform sind, ist zu prüfen.

Der EU-Kritik wird, selbstverständlich, von  vielen Seiten aus unterschiedlichsten, aber immer sehr durchschaubaren eigennützigen Gründen, widersprochen. Das ist falsch und unverständlich.

Wasser ist nicht vermehrbar, im Gegenteil Süßwasser wird in vielen Regionen der Welt immer knapper. Es werden darum bewaffnete Auseinandersetzungen geführt.

In unserem organisierten Deutschland muss alles daran gesetzt werden, diese natürliche Ressource zu schützen. Wer  Wasser verunreinigt, der muss zur Rechenschaft gezogen werden und die Kosten für die Säuberung übernehmen. Es kann nur das Verursacherprinzip gelten. Wesentlicher Grundwasserverschmutzer ist die Landwirtschaft. Die Agrarbetriebe müssen gezwungen werden, den schon entstandenen Schaden zu beseitigen und den gewinnmaximierenden Einsatz wasserschädigender Substanzen sofort zu beenden. In keinem Fall dürfen die Kosten dafür den Verbrauchern, also uns allen, aufgegeben werden.

Der Sozialverband Deutschland in MV fordert von der Regierung unseres  wesentlich landwirtschaftlich geprägten Landes unverzügliche Reaktionen. Grundwasserschädigende Bodenbearbeitungen, Wachstumsförderungen u.s.w. müssen verboten werden. Die Zeit drängt. Unumkehrbare Schädigungen unseres Wasserkreislaufes bedrohen uns alle.

 

Dr. med. H. Seidlein

Landesvorsitzender

Sozialverband Deutschland – Landesverband Mecklenburg-Vorpommern