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Pressemitteilung vom 10.12.2018

Schwerwiegender Angriff auf die Psychotherapie droht!

Es gibt einen schwerwiegenden Angriff seitens des Bundesministers für Gesundheit, Jens Spahn, auf die Psychotherapie: Er möchte, dass Patienten nicht mehr zu einem Therapeuten/in ihrer Wahl gehen und diese/r diagnostiziert, welche Hilfe nötig und richtig wäre. Stattdessen soll ein besonders qualifizierter Behandler vorgeschaltet werden.

Das heißt: Patienten sollen zukünftig einen solchen Diagnostiker davon überzeugen müssen, dass sie Psychotherapie brauchen.

Der SoVD findet das absurd. „Ebenso skurril ist auch, dass der entsprechende Passus in den Kabinettsentwurf zum "Terminservice- und Versorgungsgesetz" (TSVG) in letzter Minute praktisch hinein geschmuggelt wurde, so dass die Sozial- und Psychotherapeutenverbände keine Möglichkeit der Einflussnahme mehr hatten“, so der 1. Landesvorsitzende des SoVD –M-V, Dr. med. Helmhold Seidlein. „Eine solche Hürde würde für viele eine Psychotherapie unerreichbar machen. Das darf nicht passieren!“

Der SoVD M-V unterstützt die kurzfristig ins Leben gerufene Petition, um den Protest der Fachleute und der Bevölkerung dagegen kund zu tun. Man kann online unterschreiben:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_10/_25/Petition_85363.nc.html

Leider ist die Zeit kurz. Es geht nur bis zu diesem Donnerstag, dem 13. Dezember und es müssen 50.000 Tausend Unterschriften zusammen kommen.

Daher äußert der SoVD M-V folgende Bitte: Unterstützen Sie den Protest! Unterschreiben Sie! Jede Unterschrift zählt. V.

V.i. S. d. P.: Thomas Zischke