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Pressemitteilung vom 10.09.2018

Rentenlüge, ungeschickt verpackt

Statt bis 2025 nun also bis 2040 stabile Rente von 48 %, so verkündet ein Finanzminister. Mit Fakten und Zahlen sollte er umgehen können.

Unser Verband, andere Verbände, Gewerkschaften und Parteien haben seriös gerechnet, mindestens 54 % des Durchschnittseinkommens sind erforderlich, um derzeit seinen Altersruhestand nach mindestens 45 Jahren vollschichtiger  Berufstätigkeit mit hinnehmbaren Einschränkungen leben zu können.

Die 48 % bis 2040 bedeuten also nichts  anderes, als die schon jetzt hohe Altersarmut auszuweiten und sehr viele Frauen und Männer, durchaus nicht nur aus den Niedriglohnsektor, aber hier besonders, um den Lohn ihrer fleißigen  Lebensarbeit zu bringen.

Dieser Vorschlag eines SPD Ministers kann also nur als Provokation betrachtet werden und muss entschieden abgelehnt werden. Die SPD will als besonders sozial erscheinen. Nehmen die Genossen wirklich an, die Bevölkerung könne nicht rechnen?

Der Sozialverband Deutschland in Mecklenburg -  Vorpommern fordert die Erhöhung der Altersbezüge für 54 % bei gleichzeitiger  Beendigung des Mietwuchers.

Er fordert die Einbeziehung aller Werktätigen in die solidarische Alterssicherung und er fordert, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, gesundheitsbedingte Frühberentung mit gleichzeitiger Minderung der Altersrente zu reduzieren. Betriebliche Gesundheitsfürsorge unabhängig von der Betriebsgröße, Anspruch um Maßnahmen der Medizinischen Rehabilitation aller drei statt bisher aller  vier Jahre, zwischengeschaltete Maßnahmen der medizinisch- beruflich orientierten Rehabilitation unabhängig von beantragten oder durchgeführten Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation.

Der SoVD hat umfangreiche Vorschläge für einen inclusive Arbeitsmarkt erarbeitet, die geeignet sind, mindestens 4 % mehr Frauen  und Männer in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit zu bringen.

 Wir fordern von der Politik, sich zielorientiert und realitätsbezogen mit den Problemen der sozialen Sicherungssysteme zu befassen. Der SoVD in Mecklenburg – Vorpommern wird  sich als kompetenter Gesprächspartner und Mitgestalter an der Diskussion und den Lösungsentwicklungen beteiligen.

 

Dr.  Helmhold Seidlein

SoVD Landesvorsitzender Mecklenburg- Vorpommern