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Pressemitteilung vom 07.03.2018

Gleichberechtigung im Erwerbsleben ist die Voraussetzung für allgemeine Gleichberechtigung

Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in Deutschland noch nicht gelebte Wirklichkeit. Die aktuelle  gesellschaftliche Entwicklung deutet eher in die umgekehrte Richtung.

Im Erwerbsleben gibt es zumeist keinen gleichen Lohn für gleiche Arbeit von Frauen Männern.

Frauen  stellen im Niedriglohnsektor den größten Teil der Lohnempfänger.

Ebenso sind Minijobs überwiegend von Frauen besetzt.

Somit haben Frauen auch das wesentlich höhere Risiko in Armut und in Altersarmut zu gleiten.

Die Mütterrente in der bisherigen aber auch in der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Form gleicht alle diese Defizite nicht  aus, angesehen von ihrer falschen Finanzierung aus den Sozialkassen bei gebotener Sicherstellung aus Steuermitteln.

Am 12. November 1918 erhielten die Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Dem gleichen Wahlrecht von Mann und Frau war ein langer und mühevoller Kampf vorausgegangen. Auf nationaler Ebene konnten die deutschen Frauen von ihrem Recht erstmals im Januar 1919 bei der Wahl der Deutschen Nationalversammlung Gebrauch machen.

Damals wie heute  können nicht alle Frauen mit Behinderungen dieses Wahlrecht wahrnehmen.

Es ist an der Zeit, ein inklusives Wahlrecht zu schaffen.

Der 8. März 2018 sollte uns alle erneut darauf aufmerksam machen, dass unsere demokratische Gesellschaft in weiten Bereichen weder demokratisch  noch sozial ist.

Wir haben, gemeinsam Frauen und Männer, noch viel zu tun, um ein tatsächlich gleichberechtigtes Leben von Frauen und Männern in Deutschland  zu erreichen.

Der SoVD steht fest und aktiv  an der Seite derer, die dieses Ziel anstreben.

 

Dr. Helmhold Seidlein

(1. Landesvorsitzender)