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Pressemitteilung vom 31.03.2017

Der SoVD begrüßt fortschrittliche Änderungen im Mutterschutz

Der Bundestag hat am 30.03.2017  wichtige Änderungen im Mutterschutzgesetz verabschiedet und somit Diskriminierungen werdender Mütter im Ausbildungs- und Arbeitsprozess beseitigt.

Die bisher recht willkürliche Aussperrung von Schwangeren vom konkreten Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsplatz wurde aufgehoben und durch ein flexibles Eingehen auf die konkreten Belange der Schwangeren, auf ihre Wünsche und Möglichkeiten ersetzt.

Es ist sehr zu begrüßen, dass auch für diese Mädchen und Frauen  die Forderungen nach einem inklusive Arbeitsmarkt, wie sie vom SoVD schon lange formuliert und an die Politik herangetragen wurden, nun teilweise Wirklichkeit werden.

Nicht Wegschließen vom Arbeitsplatz, sondern - sicherlich aufwendiger - Schaffung von Bedingungen am Arbeitsplatz, die den Bedürfnissen der schwangeren Frauen entgegenkommen. Das ist das Ziel der neuen Regelungen. Die Schwangeren haben ein Recht darauf, mit dem Arbeitgeber nach Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung im bisherigen Umfeld zu suchen. Und der Arbeitgeber hat die Pflicht, die dafür nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Auch für Schülerinnen und Studentinnen wird die Vereinbarkeit  von Aus- und Weiterbildung mit der besonderen physischen und psychischen Situation während der Schwangerschaft verbessert.

Es bleibt zu hoffen, dass zum einen alle Schwangeren diese neuen  Möglichkeiten nutzen und dass zum anderen die für Aus- und Weiterbildung Verantwortlichen, wie auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, sich ihrer neuen Verantwortlichkeit zügig stellen.

Die Beratungsstellen des SoVD in Mecklenburg-Vorpommern stehen für Informationen aller Mädchen und Frauen und an der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelung Beteiligten gern zur Verfügung.