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Pressemitteilung vom 26.07.2017

Der SoVD in Mecklenburg - Vorpommern unterstützt die Forderung des Zentralrates der Juden in Deutschland für eine entschiedene Abwehr des Antisemitismus in Deutschland

Der Schutz unserer Mitbürger jüdischen Glaubens und ihres jüdischen Lebens gehört zu

den unverhandelbaren Grundsätzen unserer Bundesrepublik Deutschland.

Wenn nunmehr, im Jahre 2017, festgestellt werden muss, dass Antisemitismus sich

erneut wie ein Krebsgeschwür in unserer Gesellschaft ausbreitet und sich Menschen in

unserem Land, schon lange hier lebende und zu uns gekommene, um hier Schutz zu

erfahren, in Wort und Tat gegen Bürger aus unserer Mitte wenden, dann wird eine Linie

überschritten, die nicht überschritten werden darf.

Wir versichern den Frauen und Männern jüdischen Glaubens, ebenso wie allen anderen

unterschiedlich religiös Gebundenen in unserem Land, unsere uneingeschränkte

Solidarität für das friedliche und nachbarschaftliche Leben ihres Glaubens nach den

Regeln unseres Grundgesetzes und unter Beachtung der strikten Trennung von Staat

und Religion.

Von den staatlichen Organen, die für die Sicherung eines friedvollen Miteinanders Sorge

tragen sollen, erwarten wir, dass sie dieser Aufgabe konsequent nachkommen und

gegenläufigen Tendenzen von Anbeginn an entschieden und kompromisslos

entgegentreten.

Alle Menschen guten Willens in unserm Land fordern wir auf, dabei zu helfen, jeglichen

Bestrebungen, die sich gegen unsere solidarische Gemeinschaft richten, mit Zivilcourage

entgegenzutreten.

Wir müssen gemeinsam dagegen wehren!

 

Dr. med. Helmhold Seidlein

SoVD Landesvorsitzender Mecklenburg - Vorpommern