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Pressemitteilung vom 19.08.2017

Falsche Töne im Terrorgetöse!

Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Opfern von Barcelona.

Dieser Terror, wie jeder andere Terror, ist ein Verbrechen, die Terroristen sind Verbrecher, als Verbrecher sind sie zu richten.

Die nun wieder in Gang kommende Diskussion, leider 2016 und 2017 zum wiederholten Male , bringt zwei Erkenntnisse:

Die Organe, die dafür geschaffen wurden und mit Steuergeldern unterhalten werden, sind der Aufgabe, Sicherheit zu schaffen nicht gewachsen. Die gebetsmühlenartige Wiederholung „Absolute Sicherheit ist nicht zu schaffen“, ist  so richtig wie einfältig.

Erstens ist es eine Binsenweisheit und zweitens ist es viel zu durchsichtig, dass mit dieser Formulierung Unfähigkeit in der Abwehr von Gefahren für die Menschen in unserem Land vertuscht werden soll. Es erfolgen wieder Schuldzuweisungen, es werden wieder irgendwelche Zuständigkeiten gesucht, die nicht beachtet wurden. Es werden auch in diesem neuen Fall von Tat gewordener Menschenverachtung nicht die tatsächlichen Gründe für diese schrecklichen Taten aufgedeckt, besprochen und beseitigt.

Zum Zweiten geht eine Meinung durch die Medien “Wir werden uns vom Terror  nicht besiegen lassen“. Dies ist eine Formulierung, die das, was die Menschen in diesem Lande erwarten, auf den Kopf stellt. Sie enthält die Botschaft einer immerwährenden Auseinandersetzung mit dem Terror, also auch weitere zu erwartende Opfer.

Das wollen die Menschen nicht. Sie wollen hören: „Wir werden den Terror besiegen“. Und zwar nicht irgendwann sondern bald. Wir werden dem Terror den Boden entziehen. Wir werden den Ländern, die solche schrecklichen Gruppierungen wie den IS und andere hervorbringen nicht unsere Art zu leben, unsere Denkweise aufdrängen und selbst damit Anlass werden für Gewalttaten gegen uns“.

Wir  klagen solche Ziele der Politik für  unsere solidarische Gesellschaft ein.

In vielen Kommentaren war es auch nach Barcelona wieder zu hören: “Wir lassen uns unsere Art zu leben, nicht zerstören.“

Dass richtig, das ist wahr.

Es ist aber auch wahr, dass es andere Arten, das Leben zu gestalten, gibt. Und dieses Recht müssen wir anderen Menschen in anderen Ländern unter anderen Bedingungen auch zugestehen.

Gelingt es uns nicht, diese Toleranz zu entwickeln, die ja auch eine sehr hohe Form der Solidarität darstellt , werden wir immer wieder mit Barcelona, London, Paris, Brüssel, Berlin konfrontiert.

Wir hoffen, die Politik zieht die richtigen Lehren. Wir fordern es!