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Pressemitteilung vom 18.03.2017

Equal Pay Day 2017 in Mecklenburg- Vorpommern

Zehn Jahre Equal Pay Day , zehn Jahre Öffentlichkeitsarbeit. In verschiedenen Städten unseres Bundelandes und speziell in Mecklenburg- Vorpommern fand in der Zeit vom 08.März bis hin zum 18. März, bei Sonnenschein und widrigstem Wetter, aber immer mit einer Forderung: Gleiche Arbeit muss gleich entlohnt werden, die verschiedensten Veranstaltungen statt.

Das Grundgesetz verbietet Diskriminierung. Die Lebenswirklichkeit zeigt, dass bei der Entlohnung das Grundgesetz nicht beachtet wird: Rund ein Viertel weniger Lohn erhalten Frauen am gleichen Arbeitsplatz wie Männer.

Die Frauen im SoVD haben durch ihr öffentliches Engagement erreicht, dass sich mehr und mehr Frauen stark machen für den identischen Lohn bei identischer Arbeit. Die Frauen im SoVD haben erreicht, dass das Thema der Gleichbehandlung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt auch die Politik beschäftigt ,  hier in Mecklenburg – Vorpommern und auch im Bund.

In diesem Jahr sind zur Beratung dieses so wichtigen Themas und zur Übermittlung konkreter Forderungen an die politisch handelnden Frauen des SoVD in den Ortsverbänden Straßburg und Greifswald  mit Vertreterinnen der Stadtvertretungen und in einen regen Austausch getreten. Sehr erfreulich war, dass auch Frauen aus anderen Verbänden sich in diese Diskussion mit einbrachten.

Ein wichtiger Diskussionspunkt war natürlich das von der Bundesregierung verabschiedete Lohngleichheitsgesetz. Einigkeit bestand aber darin, dass damit  zwar eine gesetzliche Grundlage für Lohngleichheit geschaffen wurde, aber damit nicht gesichert ist, dass dies in Wirklichkeit auch so erfolgt. Die Erfahrungen mit dem Grundgesetz, der dort verankerten Gleichstellung von Mann und Frau und der ganz anders gelebten Arbeitswelt, lehren dies.

Einigkeit herrschte auch darüber, dass das Lohngleichheitsgesetz allein nicht ausreicht, da es nicht einen Mindestlohn fordert, der für ein menschenwürdiges Leben ausreicht, der ausreichende Beitragszahlungen in die Sozialsysteme ermöglicht und der damit Altersarmut, verhindert.

Die Gleichstellungs-und Familienbeauftragte Ines Gömer, Gleichstellungs-und Familienbeauftragte der Stadt Greifswald stellte sich der Diskussion zu diesem Thema und speziell zu der Frage „ Wie werden die alleinerziehenden Frauen in Greifswald unterstützt , damit sie ihrer berufliche Tätigkeit nachgehen  können“. 


Es war ein erfolgreicher Tag. Gerade im Vorfeld der Bundestagswahlen bot er Gelegenheit die Stimmen der von unserer Gesellschaft benachteiligten Frauen zu bündeln und ihre Forderung nach uneingeschränkter Gleichstellung der Geschlechter in die Öffentlichkeit zu tragen.

 

Wir gehen davon aus, daß auch im kommenden Jahr, im 101. Jahr des Bestehens unseres Sozialverband Deutschland, diese Forderungen noch immer nicht umfassend realisiert sein werden.

Der Equal Pay Day 2018 wird des halb schon jetzt von den Frauen im SoVD Mecklenburg Vorpommern unter Leitung der Landesfrauensprecherin, Erika Kannenberg vorbereitet.

Wir rufen alle Frauen und auch Männer, die nicht hinnehmen wollen, daß gleiche Arbeit nicht gleich entlohnt wird auf, sich an diesen Vorbereitungen, die wieder in einer Veranstaltung im März 2018 gipfeln sollen, mitzuwirken.

Kommen Sie in unsere Ortsgruppen, in unsere Kreisverbände und Kreisbüros, zur Landesgeschäftsstelle in Rostock und in Schwerin.

Diskutieren Sie mit uns auf unserer Internetseite. Bringen sie sich aktiv in die Arbeit des SoVD für soziale Gerechtigkeit in Deutschland ein. Wir erwarten Sie!

 

Erika Kannenberg

LFS