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Pressemitteilung vom 05.09.2017

Die Kultur der Solidarität – Es muss etwas gesagt werden.

Mit großer Sorge werden von uns Äußerungen vernommen, die eine deutsche Kultur in unserem Deutschland in Frage stellen.

Nur die Sprache wird akzeptiert.

Das können wir nicht hinnehmen. Dabei geht es uns nicht um den oft benutzten und auch abgenutzten Begriff der Kulturnation: Es gibt keine Nation ohne Kultur. Und so unterschiedlich wie die Nationen sind, so unterschiedlich sind deren Kulturen. Aber ohne Kultur ist kein Volk, keine Nation.

Kultur ist nicht nur bildende Kunst, Musik, Literatur, Architektur.

Es gibt eine Kultur des Zusammenlebens, in unserem Grundgesetz ist sie als das solidarische Prinzip verankert, verpflichtend für jeden deutschen Staatsbürger .

Wir haben in unserem Land u.a. auch eine Kultur der Arbeit, des Lernens, des Feierns, der Volksfeste, Schützenvereine, Gartenzwerge, der Kleingärten, des Sportes, des Essens usw., der öffentlichen Ordnung, des respektvollen Umganges miteinander, der Achtung von Eltern, Lehrern, den Älteren, des gleichberechtigten Miteinanders von Frauen und Männern, eine Kultur des Sterbens, der Trauer, der Totenehrung.

Wir haben in Deutschland eine Kultur der Schaffung von Sicherheit, sie basiert allein auf der Abwehr von Gefahren und ist u.a. bei Einsätzen der Bundeswehr außerhalb des deutschen Staatsgebietes außerdem noch vom Willen des Parlamentes abhängig. Dies gibt es sonst nirgendwo auf der Welt.

Es sind diese kulturellen Werte und Vorstellungen, die unsere Heimat so attraktiv machen, dass viele Menschen auf der ganzen Welt bewundernd auf dieses Land schauen und mancher sich entschließt, seinen Kulturkreis zu verlassen, um in Deutschland zu leben, zu arbeiten, sich und seinen Kindern eine stabile erfüllende Existenz und Zukunft im Rahmen, wie ihn das Grundgesetz vorgibt, aufzubauen.

Der Sozialverband Deutschland hat sich der Kultur des solidarischen Miteinanders verschrieben. Das Prinzip des Gebens, wer hat und kann, und des Nehmens durch den, der ohne solidarische Hilfe nicht leben kann, will er erhalten und den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen.

Diese Kultur der Solidarität ist eine für unser Deutschland typische. In anderen Ländern gibt es andere Sicherungskulturen, in manchen  Kulturkreisen ist es vor allen Dingen die Familie, die diese Aufgaben übernimmt. In Deutschland ist die Institution Familie zumeist nicht mehr in der Lage, sich ausreichend, immer und lebenslang um Bedürftige, Benachteiligte, Behinderte zu kümmern. Hier kommt unsere Kultur der Solidarität zum Tragen.

Wir können nicht zulassen, dass diese Kultur der Solidarität in Frage gestellt wird. Die Folgen sind unabsehbar. Die Leidtragenden sind all Menschen, die auf unsere Kultur der Solidarität angewiesen sind und auf sie vertrauen.

Wir lehnen Zweifel an dieser für unser Land typischen solidarischen Kultur ab und wir fordern, dass diese Kultur allen, die hier leben und allen, die kommen, um hier zu leben, kurz oder lang, erläutert und nahegebracht wird.

Die Politik, aber auch jeder Einzelne, tragen dafür die Verantwortung.