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Pressemitteilung vom 05.04.2017

Der SoVD begrüßt fortschrittliche Änderungen im Mutterschutz

Der Bundestag hat am 30.03.2017  wichtige Änderungen im Mutterschutzgesetz verabschiedet und somit Diskriminierungenwerdender Mütter im Ausbildungs- und Arbeitsprozess beseitigt-

Die bisher recht willkürliche Aussperrung von Schwangeren vom konkreten Schul-, Ausbildung- und Arbeitsplatz  wurde aufgehoben und durch ein flexibles Eingehen auf die konkreten Belange der Schwangeren, auf ihre Wünsche und Möglichkeiten  ersetzt.

Es ist sehr zu begrüßen, daß auch für  diese Mädchen und Frauen  die Forderungen nach einem inclusive Arbeitsmarkt, wie sie vom SoVD schon lange formuliert und an die Politik herangetragen wurden , nun teilweise Wirklichkeit werden.

Nicht Wegschließen vom Arbeitsplatz, sondern, sicherlich aufwendiger, Schaffung von Bedingungen am Arbeitsplatz, die den Bedürfnissen der schwangeren Frauen Entgegenkommen. Das ist das Ziel der neuen Regelungen. Die Schwangeren haben ein Recht darauf, mit dem Arbeitgeber nach Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung im bisherigen Umfeld zu  suchen. Und der Arbeitgeber hat die Pflicht, die

dafür nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Auch für Schülerinnen und Studentinnen  wird die Vereinbarkeit  von Aus- und Weiterbildung mit der besonderen physischen und psychischen Situation während der Schwangerschaft verbessert.

Es bleibt zu hoffen, dass zum einen alle  Schwangeren diese neuen  Möglichkeiten nutzen und daß zum anderen  die für Aus-  und  Weiterbildung Verantwortlichen, wie auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber   sich ihrer neuen Verantwortlichkeit zügig stellen.

Die Beratungsstellen des SoVD in Mecklenburg- Vorpommern  stehen für Informationen aller Mädchen und Frauen und an der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelung Beteiligten gern zur Verfügung.

Dr.med.  H.Seidlein

Landesvorsitzender

 SoVD Mecklenburg – Vorpommern