Pressemitteilung vom 30.10.2016

Rückblick

Liebe Freundinnen und Freunde des Sozialverband Deutschland in Mecklenburg – Vorpommern

Das Jahr 2016 geht in seine letzte Etappe. Es ist Zeit, zurück und auch nach vorn zu schauen auf ein bewegtes erfolgreiches  2016 und ein sozialpolitisch wichtiges 2017.

Wir haben erfolgreich gearbeitet, wir wurden wahrgenommen, wir wurden gehört, wir wurden gefragt. Menschen, die sozialpolitisch interessiert sind und sich sozial engagieren wollen, weil sie die Notwendigkeit dafür sehen, sind aktive und unterstützende Mitglieder unseres Verbandes geworden. Sie bringen sich gemeinsam mit unseren langjährigen Verbandsangehörigen intensiv in die wichtige Arbeit des SoVD auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Institutionen, Arbeitsgruppen, Kommissionen ein.

Wir haben aktive engagierte Frauen und Männer im Verband, Freunde unseres Landesverbandes und Verbündete verloren. Sie fehlen uns. Wir denken an Sie mit Dankbarkeit.

Viele Gründe, die auch im Jahr 2016 unser Einbringen von Ideen, Vorschlägen und  aktive Arbeit verlangten , wie fehlende Solidarität unter den Menschen, Kinderarmut, Altersarmut, Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen im Erwerbsleben, fehlende umfassende Barrierefreiheit in  Verwaltungen, öffentlichen Einrichtungen, Arztpraxen u.s.w., Mangel an altersgerechtem und behindertengerechtem  sowie bezahlbarem Wohnraum, unzureichende medizinische Betreuung in der Fläche, fehlende wohnortnahe Beratung zu allen sozialen Problemen u.v.a.m., bestehen immer noch fort, haben sich zu einem großen Teil  sogar verstärkt und betreffen immer mehr  Bürgerinnen und Bürger  und Familien unseres Landes.

Wir haben ein neues Landesparlament gewählt, die neue Landesregierung hat ihre Arbeit aufgenommen.

Es ist an uns, an unserem Verband, dem SoVD, als dem sozialen Gewissen der Politik, darauf hinzuwirken, daß im Vordergrund der Arbeit des Parlamentes und der handelnden Frauen und Männer in politischer Verantwortung das Wohl der Menschen in unserem Lande steht. Alle Kinder, Jugendliche, alle Familien, alle Frauen und Männer , arm oder begütert, alle unsere Veteranen der Arbeit in der Nacherwerbslebensphase haben ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben, haben ein Recht auf gute Arbeit zur selbstbestimmten Sicherung ihres sozialen Status,  haben ein Recht auf innere und äußere Sicherheit, haben ein Recht auf Fürsorge, da wo die eigenen Kräfte nicht ausreichend sind, haben ein Recht auf Bildung, medizinische Betreuung und kultursensible  Pflege, wo andere Hilfe nicht möglich ist, haben ein Recht auf die Achtung ihrer Person und ihrer selbst gewählten Lebensform, haben ein Recht auf Respekt vor dem Anderssein im von unserer Gesellschaft gewählten und unserer Verfassung gesicherten Rahmen.

Der Sozialverband Deutschland blickt 2017 auf ein einhundertjähriges Wirken für  die Schaffung und die Erhaltung einer solidarischen Gesellschaft und die Sicherung der Persönlichkeitsrechte der Menschen in Deutschland zurück.

Unser Beitrag zu diesem Jubiläum wird die aktive Verbandsarbeit in Orts- und Kreisgruppen, im Landesverband und in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Einrichtungen und Gremien sein.

Wir werden der Frauen und Männer, die in  diesen 100 Jahren, vielfach unter Gefährdung ihrer eigenen sozialen Sicherung , ja ihrer Gesundheit und auch ihres Lebens, für eine solidarische Gesellschaft in Deutschland argumentiert, gestritten und gekämpft haben, gedenken und sie ehren und unseren Sozialverband Deutschland voranbringen, ihn weiterentwickeln  und seine Arbeit entsprechend den konkreten gesellschaftlichen Bedingungen in Mecklenburg – Vorpommern, Deutschland, Europa und der Welt gestalten, ganz im Sinne von Brecht in einem seiner wunderbar klugen Gedichte:

„So nützten sie sich, indem sie ihn ehrten und

ehrten ihn, indem sie sich nützten.“

Für die bevorstehenden leuchtenden und auch stillen Tage der Advents- und Weihnachtszeit und für den Wechsel in ein friedvolleres Jahr 2017 wünschen der Landesvorstand des SoVD in Mecklenburg – Vorpommern und ich persönlich  Ihnen und Ihren Familien alles Gute.

Und , lassen Sie uns nicht vergessen, warum wir unser Weihnachtsfest feiern. Gedenken Sie der zutiefst solidarischen  Inhalte der Weihnachtsbotschaft und vermitteln sie diese auch denen, für die sie neu und  vielleicht auch fremd und somit uverständlich ist.

 

Ihr

Helmhold Seidlein

Landesvorsitzender

Sozialverband Deutschland  in Mecklenburg - Vorpommern