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Pressemitteilung vom 08.10.2016

Deutschland, wie es wirklich ist - Diskrimierung von Frauen

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen.

In vielen Ländern dieser Welt ja, aber nicht in Deutschland, jedenfalls nicht in der Bundesrepublik Deutschland.

So lange die Bundesrepublik besteht, wird versucht, dieses Grundrecht, welches auch im Grundgesetz verankert ist,  umzusetzen. Die Widerstände sind erheblich und waren bisher immer stärker.

Die Ausreden, warum es nicht sein soll, sein kann, sein darf, muten mittelalterlich, kurios an sind letztendlich aber diffamierend.

Nun endlich, vielleicht, insbesondere auch durch die Arbeit unserer ehemaligen Sozialministerin in Mecklenburg – Vorpommern Frau  Manuela Schwesig, soll ein Gesetz erlassen werden,  welches die Möglichkeit eröffnet, diese Ungleichheit in der Anerkennung von geleisteter Arbeit zu beseitige.

Und da den Gegnern, und davon gibt  es viele, eine unheilige Koalition, die Argumente ausgehen, blockieren sie mit Formalien dieses Vorhaben: Auskunftspflicht über Lohnzahlungen in Betrieben gegenüber den Beschäftigten, um herauszufinden, ob mein Lohn als Frau tatsächlich gleich  ist dem Lohn meines männlichen Kollegen.

Auskunftspflicht in Betrieben  mit 500 Beschäftigten, das war der Satz  im Koalitionsvertrag, gestern die Einigung im Koalitionsrat auf 200 Beschäftigte. Das ist genauso unverständlich: wieso nicht in allen Betrieben? Gerade in den Betrieben mit wenig Beschäftigten werden doch die niedrigen Löhne gezahlt und gibt es die krassesten Unterschiede zwischen Anerkennung weiblicher und männlicher Arbeit.

Der SoVD hat in seiner 100 jährigem Geschichte immer für die Gleichberechtigung von Mann und Frau gekämpft t, heute muß er das immer noch. In jedem Jahr  veranstaltet er u.a. bundesweit Aktionen zum Tag für Gleichheit in der Entlohnung gleichwertiger Arbeit, Equal pay  day (EPD).

Wir fordern noch einmal mit Nachdruck: Schluß mit der Diskriminierung weiblicher Arbeit.

Schluß mit Diskussion auf Nebenkriegsschauplätzen, die von dem eigentlichen Problem ablenken und es verwässern sollen.

Wir fordern Gleichberechtigung ohne wenn und aber.

Nur, wenn  das geplante Lohngleichstellungsgesetz dies gewährleistet, werden wir ihm unsere Zustimmung geben.

Wir fordern die verantwortlichen Politiker  auf,  das Gleichheitsgebot des Grundgesetzes nicht weiter zu mißachten und den größeren Teil der deutschen Bevölkerung von einer Gleichbehandlung auszuschließen.

Dr. Helmhold Seidlein

Landesvorsitzender SoVD Mecklenburg - Vorpommern