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Pressemitteilung vom 22.12.2015

Solidarischer Arbeitsmarkt

Der DGB fordert einen solidarischen Arbeitsmarkt. Geschaffen  werden soll er für die Menschen, die  als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Gefördert werden sollen dadurch öffentlich notwendige  Leistungen.  

Der SoVD sieht in diesem Vorschlag durchaus eine Möglichkeit, Integration zu befördern, aber nicht, indem Arbeiten, die für schon in Deutschland Lebende nicht gefördert wurden, jetzt von Flüchtlingen allein erledigt werden. Dies würde zweifellos zur Entsolidarisierung und zu Verteilungsneid  führen.

 Geförderte Arbeit für alle, die das Unglück haben, keiner geregelten Arbeit nachgehen zu können, das ist der richtige Ansatz. Es werden damit Menschen , die aus unterschiedlichen Gründen arbeitslos sind, gemeinsam arbeiten, sich kennen und verstehen lernen. Sie werden erkennen, dass ihre Probleme gar nicht so verschieden sind. Sie  können  dadurch erfahren, dass dieses Land tatsächlich auf dem Solidarprinzip beruht, welche Forderungen damit aber auch an jeden Einzelnen gestellt werden und dass es in unserem Deutschland keine Ausgrenzung, Bevorzugung, Unterdrückung oder Benachteiligung  aus irgendeinem Grund gibt.  

Wir brauchen kein Programm der Arbeitsbeschaffung für besondere Gruppen, wir benötigen Arbeit für alle, die keine haben. Wir benötigen einen inklusiven  Arbeitsmarkt. Der SoVD hat dafür umfangreiche Vorschläge unterbreitet, in dem auch Menschen mit Behinderungen, gleich ob hier geboren oder zu uns gekommen, ihr Menschenrecht auf Arbeit realisieren können.