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Pressemitteilung vom 21.12.2015

Höhere Zusatzbeiträge ab dem 01.01.2016

Die meisten Gesetzlichen Krankenhassen haben z. T. erhebliche Beitrags-erhöhungen angekündigt. Diese betreffen die Zusatzbeiträge und damit nur die Versicherten. Weitere Erhöhungen sind abzusehen. Der SoVD hatte bei der Einführung der sogenannten Zusatzbeiträge, die allein von den Versicherten zu tragen sind, vor einer solchen Entwicklung nachdrücklich gewarnt. Nun ist sie eingetreten.

 

Tatsächliche Begründungen, die nachvollziehbar wären, geben die Krankenkassen für diesen Schritt nicht. Es wird von höheren Krankenhauskosten gesprochen, von höheren Arzneimittelkosten, von höheren Arzthonoraren. Trifft dies zu, dann sind auch die letzten der Gesundheitsreformen grandios gescheitert.

 

Der SoVD fordert die Rückkehr zur Parität in der Finanzierung der Kranken-kassenbeiträge und zur Transparenz in der Kostenentwicklung. Sponsoring von Krankkassen mit den Beiträgen der Versicherten einer solidarischen Krankenversicherung ist zu unterlassen. Leistungen, die in ihren therapeutischen Nutzen nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, müssen Einzelfallentscheidungen vorbehalten bleiben und können nicht grundsätzlich von der Solidargemeinschaft getragen werden. Die hohen Kosten für Leistungen wie z.B. der Homöopathie, die zu Recht  nur von wenigen Versicherten in Anspruch genommen wird, weil  deren medizinischer Nutzen nicht nachgewiesen ist, dürfen nicht als Beitragstreiber genutzt werden.

 

Alle Gesetzlichen Krankenkassen müssen sich tatsächlich allein als Verwalter und Interessenvertreter der Versicherten verstehen und nicht als  auf wirtschaftlichen Gewinn gerichtete Unternehmen.