PM vom 05.05.2014

5. Mai – Tag der Menschen mit Behinderungen

Zu Beginn des  Monats  Mai wird auf die Menschen aufmerksam gemacht, die aufgrund von Behinderungen in ihrer individuellen und gesellschaftlichen teilhabe benachteiligt sind.

Zumeist wirft dabei an Menschen mit sichtbaren, wahrnehmbaren, deutlichen körperlichen und sozialen Beeinträchtigungen gedacht.

Es geht zuvorderst um Einschränkungen der Mobilität, des Sehens, des Hörens und des geistigen Vermögens.

Für diese Menschen hat die Gesellschaft ein Gespür entwickelt und hat den Paradigmenwechsel vom Behüten Bewahren, Versorgen, also einem weitest gehenden Ausschluss der aktiven Teilnahme, hin zur Inklusion zum Verstehen zur Orientierung weg von  den Einschränkungen als bestimmendes Element hin zu den Ressourcen, die erkennt und entwickelt werden können zumindest ein weiten Teilen vollzogen.

Daneben gibt es aber noch Menschen, die sind sozial benachteiligt, sie werden behindert, weil sie arm sind, weil sie alt sind, weil sie anders aussehen, anders sprechen, anders glauben.

Der europäische Tag der Menschen mit Behinderungen fasst  deswegen seine Aktivitäten weiter .  Es verlangt nicht eine höhere Wertschätzung der Menschen mit auch durch Ziffern, Buchstaben oder einen Ausweis anerkannten Grad der Behinderung.

Er wird verstanden als ein Aufrütteln, als ein Darüber Nachdenken“ wie halte ich es mit Menschen“, die nicht anders sind als icvh von mir aber anders wahrgenommen werden..

Der Sozialverband Deutschland hat die Inklusion in Deutschland als eine gesellschaftliche Aufgabe definiert, er hat darauf gedrängt, erfolgreich darauf gedrängt, dass  auch unsere Bundesrepublik Deutschland  die UNO Konvention für Menschen mit Behinderungen unterzeichnet.

Der Sozialverband Deutschland in all seinen Gliederungen, auch hier in unserem Land, in Mecklenburg Vorpommern, will jegliche Ausgrenzung, jegliche Diskriminierung, jegliche Benachteiligung beseitigen helfen. Ill den Verfassungsauftrag der Gleichheit aller Menschen, der Unantastbarkeit der Würde aller Menschen mit Leben erfüllen.

Die Erfolge bei der Umsetzung des Verfassungsauftrages sind nicht zu übersehen. Die Gesellschaft öffnet sich, ein Gespür für eine tatsächliche Inklusion als eine ganz andere wesentlich höhere Qualität der Integration  beginnt sich zu entwickeln, Oft ist es aber nur ein oberflächlicher plakativer Handeln. Viel zu oft wird noch bestimmt, wer inkludiert werden muss, wer es wert ist, als inklusionsbedürftig bzw. inklusionswürdig anerkannt zu werden.

Wer beginnt zu differenzieren, schafft Ungleichheit, leistet Benachteiligung Vorschub und, natürlich, zählt sich selbst nicht zu denen, die inklusionsbedürftig sind. Er weiß  ja alles, kann alles, hat zwar nicht alles, will aber alles haben  statt von allem eben abzugeben, damit alle etwas haben, etwas, dass aktive Teilhabe ermöglicht. So ist Inklusion auch ein ökonomischer Prozess.

Aber wie gesagt, die Zeiten, in denen benachteiligte Menschen sich mit einer Grundversorgung, warm, satt, trocken, zufriedengegeben haben, sind endgültig vorüber. Jeder Mensch trägt die Möglichkeit zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe in sich. Manches Mal mn0 er dabei begleitet werden, manches Mal müssen Bedingungen geschaffen werden, räumliche, optische, sensorische, die dann aber auch Menschen ohne Behinderungen zu gute kommen.

Inklusion erfasst eben alle Menschen , ist nicht auf einzelne, auf wenige oder mehr Gruppen gerichtet, sondern als alle Individuen und Gliederungen, die in einer sozialen Gemeinschaft zusammenleben wollen und müssen.

Am 5. Mai 2014 ist wieder Gelegenheit, darüber nachzudenken, welchen eigenen Einsatz für eine inclusive Gesellschaft man erbringen will und kann. Es ist wieder Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob in der Nachbarschaft, in der Familie, im Betrieb, in der Schule Menschen leben, denen Unterstützung helfen könnte, Teilhabemöglichkeiten zu entwickeln oder zu bessern.

Und der Tag bietet Gelegenheit, alle Politiker, jetzt auch die Politiker, die sich zur Europawahl stellen anzusprechen , wie sie es mit der Inklusion halten, sie zu beauftragen , in allen Gremien in denen sie tätig sind oder wirksam werden wollen den inklusiven Gedanken immer zu beachten, Benachteiligung  nicht zuzulassen, , Chancengleichheit für ein  selbstbestimmtes Leben für alle Menschen im Bundesland, in der Bundesrepublik und in Europa zu gewähren.

Unser Sozialverband Deutschland, als „die Sozialen in Mecklenburg – Vorpommern, wird an den Veranstaltungen zum Tag der Menschen mit Behinderungen in Rostock wahrnehmen. Wir werden uns auf der Kröpeliner Straße an die Menschen wenden, mit ihnen sprechen und sie auch auf ihre Verantwortung für die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft aufmerksam machen.