PM vom Okt. 2010

Zehn Tage für den Verband – praktizierte soziale Verantwortung –Vereinbarkeit von beruflicher und gesellschaftlicher Arbeit

Der Oktober, Monat der Vereinigung, Tage des Wechsels und der Vergänglichkeit, der 3. Oktober, der 7. Oktober, Tage der Beständigkeit, das Reformationsfest. Übergang in den Monat der Stille, der Trauer, des Gedenken, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag.

Zehn Tage für den Verband, für die Solidarität in unserem Heimatland, für die Sozialen, die Menschen, die nicht wegschauen. Die Menschen, die Toleranz leben und intolerant sind gegen Vergessen, gegen Ignoranz, gegen Scheinheiligkeit, gegen Hinnahme von Armut, Elend, Vergessen, Ausgrenzen, Aussondern, die intolerant sind gegen Pharisäertum, Erniedrigung.

Unser Verband steht für Solidarität, Miteinander, Menschlichkeit, Verbundenheit, Bewahrung einer auf Demokratie und sozialem Ausgleich beruhenden Gesellschaft, der stabilsten, der sichersten, der reichsten, der weltweit anerkanntesten, die es in der langen deutschen Geschichte bisher gab nach Ablehnung, Unterdrückung, Neid, Kampf und Haß.

Der Verband, unser Verband will diese Gesellschaft gemeinsam mit  Gleichgesinnten im Sinne ihrer demokratischen Weiterentwicklung bewahren.

Arbeit im Kleinen, in den Orts- und Kreisverbänden, Arbeit im Großen in den Landesverbänden und im Bundesverband ist dafür erforderlich. Kommissionen, Expertenrunden, Ausschüsse müssen von den Mitgliedern unseres Verbandes besetzt werden, Gedanken eingebracht, Argumente ausgetauscht, Kompromisse entwickelt werden, die nicht nur den gemeinsamen kleinsten Nenner widerspiegeln zwischen unterschiedlichen Vorstellungen zur Gesellschaft der nahen Gegenwart und weiteren Zukunft, sondern, die immer zu einer Annäherung an die von uns gewollte inclusive Gesellschaft bringen.

10 Tage, Tage, Urlaub. Weiterbildungsurlaub, Wochenenden im Oktober 2010 haben mich mit den Ideen des  Verbandes mehr vertraut gemacht, haben  mich mit Menschen, die unser Verbandabzeichen tragen zusammengebracht und solchen die uns nahestehen, haben mich Argumente, ernsthaft entwickelte und mit Überzeugung  vertretene Standpunkte anhören lassen, die der Solidarität entgegenstehen, die Eigennutz vor Gemeinnutz setzten, die der Vergesellschaftung des Risikos und der Privatisierung des Nutzens.

 

10 Tage Verbandarbeit:

Der Sozialpolitische Ausschuß des Bundesvorstandes diskutierte am 19.10.2010 in Berlin die aktuellen Entwicklungen der Sozialpolitik, die Entsolidarisierung der Gesellschaft, die Probleme der Pflege, der medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Kameradin Engelen-Kefer, Kamerad Leutloff, Kamerad Witwer, einige Namen von fachkompetenten Mitgliedern des Bundes- SPA, die für die Vordenker im Verband stehen. Der Vizepräsident unseres Verbandes, Kamerad Lothar Dufke, begleite aktiv und befruchtend die Diskussionen.

Ideen und Stand ihrer Realisierung einer die gegenwärtige Regierung  mittragenden Partei konnte Kamerad Seidlein , der am 14.10.2010 an einer ihrer Regionalkonferenzen in Schwerin teilgenommen hatte, darstellen.

Der Vorsitzendes des Sozialpolitischen Ausschusses beim Bundesvorstand, Kamerad Michaelis, ausgestattet mit der Gabe komplizierte Sachverhalte des Rentenrechts zu verdeutlichen, Diskussionen im Zeitlimit zu führen und prägnante Zusammenfassungen geben zu können hatte am 20.10.2010 die Vorsitzenden der Landes SPA zum Gedankenaustausch in das Bundeshaus am Rolandufer gebeten.

Die Stimme des Verbandes soll in den Ländern , in den Landkreise in den Städten und den Gemeinden gehört werden als Einheit und Vielfältigkeit zugleich. Die Umsetzung der Vorgaben der Bundespolitik in den Länder, die Suche nach Gemeinsamkeiten in der Vielfalt, das Erkennen von den Gedanken der Solidarität, des Ausgleiches, der Mitmenschlichkeit entgegenstehenden Tendenzen in der Tagespolitik von Bundes- und Landesregierungen und ausführenden Behörden und die Entwicklung von Gegenwehren, die Vermittlung von wahrnehmbaren Argumenten ist Aufgabe dieser Sitzung gewesen.

20 Jahre Landesverband des Sozialverband Deutschland, Grund genug,  am  25.10.2010 in Rostock gemeinsam mit den Verbandsmitgliedern der ersten Stunden, den Repräsentanten des Bundes- und des Landesverbandes und Vertretern der Landes-,Kommunal- und Gemeindepolitik sowie Sprechern befreundeter Verbände aus der gemeinesamen Arbeit in der Sozialunion des Landes Mecklenburg – Vorpommern in würdigem Rahmen zu feiern.

Dabei zeigte sich die Kraft und die Frische einer Gemeinschaft, die mehr Gleichgesinnte vereint, als die einzelnen regierungstragenden Parteien des Landes Mitglieder haben.

Adolf Bauer, Jürgen Weigel, viele Namen könnten genannt werden.

Die Reihe der Frauen und Männer der ersten Stunde, die geehrt wurden war lang, wenn auch durch die vergangen zwanzig Jahre gelichtet. Junge Gesichter, wenn auch in kleiner Zahl, aber anwesend, zeigen die Zukunftsfähigkeit des Landesverbandes.

Parlamentarisches Treffen am Morgen des 28.10.2010 im Bundestag zu Berlin. Über den Dächern der Hauptstadt , in Nähe zu den politischen Gestaltungszentren besprachen auf Initiative des 4. Deutschen Rehatages Experten der Bundesregierung, Beauftragter der Bundesregierung für die Probleme der Menschen mit Behinderungen, mit Sprechern von bundesweit tätigen Behindertenverbänden, mit Sprechern von verschiedenen Rehabilitationsverbänden, mit Vertretern von Sicherungsorganisationen für die Sozialstrukturen Landes, Deutsche Rentenversicherungen Gesetzliche und Private Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Rehabilitationsmedizinern, Rehabilitationswissenschaftlern und mehr.

Flexibilisierung der Rehabilitation, Rehabilitation für Kinder und Jugendliche, Personalmangel in allen Bereichen des praktizierendes Gesundheitswesens, nur einige Themen, die besprochen wurden und über die anwesenden Vertreter aller im deutschen Bundestag vertretenen Parteien dem Parlament vermittelt werden sollen.

Kamerad Seidlein arbeitete als parktisch tätiger  Rehabilitationsarzt bei diesem Gespräch in der Arbeitsgruppe mit, die sich mit dem immer stärker werdenden Mangel an qualifizierten Fachkräften in allen Bereichen des Gesundheitswesens befaßte. Ursachendarstellungen folgten konkrete Vorschläge für die Linderung der Auswirkungen dieses Fachkräftemangels.

Tag der Menschen mit Behinderungen beim Landtag Mecklenburg – Vorpommern am 28.10.2010, der erste Tag, zusammengerufen waren Delegierte sozialer Organisationen in den Plenarsaal unserer Landeslegislative. Die Präsidentin des hohen Hauses und maßgbende Abgeordnete anerkannten durch Anwesenheit und Beiträge die Notwendigkeit und den Willen die UN Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen im Lande Mecklenburg – Vorpommern umzusetzen und die dafür notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen zu geben und die materielle Basis für dieses große gesellschaftliche Vorhaben abzusichern.

Unser Verband hatte auch dabei Sitz und Stimme. Auch Gäste anderer Landesverbände waren gekommen, um für ihren Landesverband Wichtiges zu erfahren und mitzunehmen. Die Kameraden Jürgen Weigel und Helmhold Seidlein arbeiteten im Ausschuß für Barrierefreiheit mit. Wünsche und Unmöglichkeiten, noch Unmöglichkeiten trafen in der Diskussion aufeinander. Tragfähige Beschlüsse konnten dennoch gefaßt werden.

Der Sport in seiner wichtigen integrierenden Funktion für Menschen unterschiedlicher Herkunft, für Menschen ohne und mit Behinderungen wurde am 29.10.2010 im Willy Brandt Haus in Berlin thematisiert.

Mitglieder der SPD, verschiedener Sportverbände, des Nationalen Olympischen Komitees, Sozial- und Behindertenverbände diskutierten mit Sportfunktionären wie Manfred von Richthofen, dem Vorsitzenden des Behindertensportverbandes, Übungsleitern und Verbandsprechern Möglichkeiten , die integrative Funktion des Sportes zu stärken, ganz zuvorderst dem Schulsport und Breitensport den Raum und die Möglichkeiten zu geben, die sie dafür brauchen. Für den Landesverband Mecklenburg – Vorpommern nahm Kamerad Helmhold Seidlein teil, kundig von der Vertreterin des Landesverbandes Mechthild Schomann geführt und beraten teil.

Der Schulsport in Ganztagesschule, der Schulsport als außerordentlich wichtiges Bindeglied in der inclusiven Schule, muß inhaltlich und personell den Forderungen in der UN -Konvention für die Rechte der  Menschen mit Behinderungen angepaßt werden.

Der Sport als Möglichkeit den Krankheitsgefahren in der alternden Gesellschaft entgegenzuwirken muß zielgerichtet in breitem Rahmen  entwickelt und wissenschaftlich begleitet werden. Die gesellschaftsgestaltenden Kräfte müssen erlernen, daß Sport eine Möglichkeit darstellt, die These vom gesunden Altern für zumindest einen großen Teil der Menschen jenseits des gesetzlichen Erwerbslebens Realität werden zu lassen.

10 Tage für den Verband, parallel zur Berufstätigkeit, zur fachbezogenen Weiterbildung auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie vom 26.10.2010 bis zum 29.10.10, der wissenschaftlichen Leitung einer Tagung zu Grundlagen und Praktischen Anwendung der Biomechanischen Stimulation  vom 22. 10. 2010 bis zum 24.10.2010 und aktiven Mitarbeit bei der Vorbereitung der Jubiläumsveranstaltung unseres Verbandes im Lande Mecklenburg – Vorpommern am 25.10.2010, Gesprächen zur Weiterentwicklung der Medizinischen Rehabilitation in den Ländern Mecklenburg – Vorpommern und Berlin, haben dem Unterzeichner wichtige, interessante und viele neue Informationen gegeben zu Facetten der Gesellschaft, in der wir alle leben. Sie haben ihm Kraft und Hoffnung vermittelt, und diese will er an alle Mitglieder unseres Landesverbandes weitergeben, daß es vielfältigste Möglichkeiten gibt, an der Umsetzung unserer verbandsideale mitzuwirken gibt, für Männer und Frauen, für junge- und ältere, für Mitglieder ohne und mit Behinderungen, für Ehrenamtliche und Mitglieder unseres Verbandes, in allen Orts- und Kreisverbänden wie auch im Landesverband.

Die wichtigste Erkenntnis ist die, daß der Sozialverband Deutschland eine anerkannte Stimme im Konzert der sozial engagierten Menschen unseres Landes ist. Er wird gehört, weil er engagiert, auf der Höhe der Zeit arbeitet und sich für die Lösung vieler Probleme unseres gesellschaftlichen Miteinanders  mit konkreten realisierbaren Vorschlägen zu Wort meldet.

Die Mitgliedschaft und die Mitarbeit in unserem Verband über nunmehr  bereits mehr als 10 Jahre hat eine Zukunft, weitere Erfolge in der programmatischen und praktischen Weiterentwicklung des grundgesetzlich bestimmten Konsens einer die Würde des Menschen bewahrenden solidarischen Gesellschaft sind notwendig und möglich.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt ist dafür Voraussetzung. Der Wille zum Erfolg der Arbeit in beiden Bereichen ist die Grundlage  dafür.

10 Tage im Oktober haben das gezeigt, Tage im September oder auch im August hatten dies ebenso gezeigt.

 Unterstützende Begleitung aus dem Umfeld ist Voraussetzung.

Ich ermutige alle Mitglieder unseres Verbandes zum Engagement für unsere Ziele.

Helmhold Seidlein