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Tag für „Gleichen Lohn für Gleiche Arbeit“

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert immer wieder: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

Egal, wer eine Arbeit leistet, ist sie gleichwertig, muss sie gleichwertig entlohnt werden.

Anlässlich des Equal-Pay Day 2021 hat das Statistische Bundesamt bekannt gegeben, dass Frauen 2020 in Deutschland im Durchschnitt 18 Prozent, und somit pro Stunde 4,16 Euro Brutto, weniger verdient haben als Männer. Wie hoch die Unterschiede in der Entlohnung für gleichwertige Arbeit in Deutschland generell sind, wurde leider nicht mitgeteilt.

Einundsiebzig Prozent des Verdienstunterschieds zwischen Männern und Frauen sind strukturbedingt erklärbar. „Frauen arbeiten häufiger in Branchen und Berufen, in denen schlechter bezahlt wird und in denen sie seltener gut dotierte Führungspositionen erreichen. Zudem arbeiten sie häufiger als Männer in Teilzeit und in Minijobs, und verdienen auch dadurch insgesamt weniger, was nachvollziehbar ist. Sie verdienen aber auch weniger im Vergleich zu Männern in solchen Beschäftigungsverhältnissen, was weder nachvollziehbar, noch hinnehmbar ist.

Besonders dramatisch ist die Situation von Frauen mit Behinderungen. Nach einer aktuellen Studie der Aktion Mensch sind nur 37 Prozent der Frauen mit anerkannter Schwerbehinderung vollzeitbeschäftigt.  Die anderen Frauen arbeiten in Teilzeit oder in einem Minijob, wodurch das Risiko für Altersarmut deutlich erhöht wird.

Eine wichtige Stellschraube für Besserung kann aus Sicht des SoVD das Entgelttransparenzgesetz sein. Zurzeit ist es so, dass der Auskunftsanspruch darüber, was Kolleginnen und  Kollegen verdienen, erst ab 200 Beschäftigten in einem Betrieb gilt. Aber wo arbeiten Frauen? In mittleren und kleineren Betrieben! Also haben die meisten Frauen von diesem Auskunftsanspruch gar nichts. Im Übrigen ist dieses ganze Gesetz aber handwerklich schlecht gemacht. Wer, wenn er eine neue Arbeit annimmt, fragt als Erstes, wie hoch der Verdienst  der schon dort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen im Vergleich zum angebotenen Lohn ist? Das ist wirklichkeitsfremd. Hier sind Nachbesserungen unumgänglich.

Wir werden die Politik zu solchen drängen.
 

Erika Kannenberg
Landesfrauensprecherin SoVD Mecklenburg-Vorpommern
1. Kreisvorsitzende



Verbesserungen für SED-Opfer

Der Deutsche Bundestag hat am 08.11.2019 das Gesetz zur Verbesserung rehabilitierungsrechtlicher Vorschriften für Opfer der politischen Verfolgung in der ehemaligen DDR und zur Änderung des Adoptionsvermittlungsgesetzes beschlossen und zum 29.11.2019 in Kraft gesetzt.

Bisher gab es Fristen für die Anträge auf Rehabilitation und teilweise auch für die Geltendmachung von Leistungsansprüchen. Diese wurden gestrichen.

Darüber hinaus werden die Opferrenten von 300 auf 330 Euro und die Ausgleichszahlungen 214 auf 240 Euro bzw. von 153 auf 180 Euro monatlich erhöht. Außerdem wurden die Voraussetzungen für den Zugang zu Opferrente bzw. Ausgleichsleistungen herabgesetzt und die Frist der Haftdauer von 180 auf 90 Tage vermindert.

Es wird auch die Rehabilitierung von Kindern ermöglicht, die aufgrund der politischen Verfolgung ihrer Eltern oder von Elternteilen in einem Heim für Kinder und Jugendliche untergebracht wurden.

Für die Opfer von staatlichen Zersetzungsmaßnahmen, einer repressiven Verfolgungspraxis, die aus umfangreichen, heimlichen Steuerungs- und Manipulationstechniken bestand, sowie für die sogenannten verfolgten Schülerinnen und Schüler werden verbesserte Ausgleichsleistungen geschaffen. Außerdem wird die Forschung zu politisch motivierten Adoptionen in der DDR gefördert.

Ferner werden die sogenannten Heimkinder, also Kinder deren Eltern aufgrund ihres politischen Engagements inhaftiert wurden und die deshalb in Heimen untergebracht wurden, entschädigt. Bisher noch nicht entschädigte Opfer von staatlichen Zersetzungsmaßnahmen werden ebenfalls rehabilitiert und ihr Leid, unterbestimmten Voraussetzungen, mit einer einmaligen Ausgleichsleistung von 1.500 Euro anerkannt.

Weitere Informationen und Antragsformulare finden Sie hier unter SED-Opferrente. Anspruchsberechtigte können sich zur Beratung an uns wenden.

Landesgeschäftsstelle des SoVD

Henrik-Ibsen-Straße 20

18106 Rostock

Tel. 0381 76010914 Fax 0381 76010920