KV Parchim

Pressemitteilung zur Landesfrauenkonferenz des Sozialverband Deutschland Mecklenburg – Vorpommern in Parchim

„Wie barrierefrei ist meine Heimatstadt?“

Zu Vorträgen, Diskussionen und Beschlüssen rund um das Thema Barrierefreiheit begrüßte die Landesfrauensprecherin und stellvertretende Landesvorstandvorsitzende Erika Kannenberg Gäste und Verbandsmitglieder  zur 5. Landesfrauenkonferenz.

Frau Kannenberg dankte den Freundinnen und Freunden des austragenden Kreisverbandes und Freund Erke, dem stellv. Landesvorsitzenden des SoVD für die umfängliche engagierte Arbeit in der Vorbereitung dieses Treffens.

Sie dankte auch den örtlichen Verwaltungen, die dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüberstanden und es beförderten.

An den Sozialverband Deutschland wurden in den letzten beiden Jahren eine Vielzahl von Problemen herangetragen, die Menschen mit Behinderungen in ihrer Teilhabe teils drastisch einschränkten, weswegen eine Veranstaltung zu dieser Problematik  notwendig wurde.

Als kompetente Kennerin der Materie  war auch Frau Edda Schliepack, Bundesfrauensprecherin und Mitglied des Präsidiums des SoVD nach Parchim gekommen.

 

Sie wurde von den Verbandmitgliedern und Gästen herzlich begrüßt wie auch die Landesfrauensprecherinnen des SoVD aus Hamburg , Frau Susanne Langhagel  und Schleswig Holstein,Frau Gudrun Karp die ebenfalls über umfangreiche Erfahrungen  im Kampf um Barrierefreiheit verfügen.

An der Vorbereitung dieser Veranstaltung hatte der SoVD Kreisverband Parchim den Landesverband  einsatzfreudig und engagiert unterstützt. Dafür dankte Frau Kannenberg herzlich.

Die Veranstaltungsräume selbst waren beispielhaft barrierefrei, so daß  auch unser SoVD Mitglied und Behindertenbeauftragter der Stadt Parchim.HerrnRohloff  als Referent und Disputant begrüßt werden konnte. Er berichtete kenntnisreich, anschaulich und auch mit dem Menschen mit Behinderungen eigenen Humor, wie sich die Verhältnisse für Menschen mit Behinderungen in seiner Heimatstadt Parchim zwar langsam aber eben doch zum Besseren wenden. Er konnte  mit Stolz und recht auf seinen eigenen wichtigen Beitrag bei den Bemühungen um die Schaffung einer barrierefreien Stadt  verweisen. Er ist in seiner Funktion aber auch als Mitglied des SoVD, einem der maßgeblichen und somit anhörungsberechtigten Verbände in allen Fragen, die Menschen mit Behinderungen betreffen beispielsweise berechtig in Bauunterlagen bei geplanten Neubauten aber auch bei geplanten Umbauten und Rekonstruktionen Einsicht zu nehmen und dort immer wieder auf die Bauordnung des Landes Mecklenburg Vorpommern und ihre Festlegung zum barrierefreien Bauen zu verweisen.

Er testet auch, ob er mit seinem Rollstuhl in seiner Heimatstadt von A nach B kommen kann und  ob er barrierefreien Zugang zu allen Behörden, Arztpraxen u.s.w. findet.

Er berichtete auch über die großen Probleme beim Versuch, eine Fahrerlaubnis zu erlangen, um seinen Bewegungsradius mit Hilfe eines umgebauten Pkw ausdehnen zu können. Weit nach Süden mußte er in Deutschland fahren, um dieses Ziel zu erreichen, da in näherer Umgebung keine entsprechenden Trainings- und Prüfungsmöglichkeiten bestanden. Mit umso mehr Stolz konnte er zur Veranstaltung seine Fahrerlaubnis vorzeigen.

Sein Vortrag wurde Ausgangspunkt einer interessanten und anregenden Diskussion , wobei gerade die Vertreterinnen des Bundesverbandes und der befreundeten Landesverbände wichtige Hinweise für die Arbeit des SoVD - Verbandes in MV gaben, um flächendeckend Barrierefreiheit zu erlangen.

Den wichtigen Beitrag der Orthopädischen Werkstätten und Sanitätsfachhäusern zur Mobilitätsverbesserung von Menschen mit Behinderungen machte dann eine weitere Referentin,Frau Eileen Scheel vom Sanitätshaus Kowky  zu seinem Thema. Gehhilfen, Gehböcke, Rollatoren, Treppenlifte u.s.w. stellte sie vor, erläuterte ihre Einsetzbarkeit und auch, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Menschen mit Behinderungen über ihre Gesetzlichen Krankenkassen mit diesen wichtigen Hilfsmitteln versorgt werden können.

Nach dem anstrengenden Vormittag, bot die Mttagspause bei entspannter Atmosphäre gelegenheit, sich auch über die wichtige Orts- und Kreisgruppenarbeit mit den Mitgliedern des Verbandes auszutauschen.

In der Nachmittagsitzung wurden die Themen des Vormittags noch einmal aufgenommen, und es wurde versucht Möglichkeiten zu skizzieren, diese an die handelnden Politikerinnen in den Gemeinden. Städten und im Land heranzutragen.

Letztendlich wurde ein Themenwettbewerb für die nächste Landesfrauenkonferenz des Sozialverband Deutschland in Mecklenburg – Vorpommern im Spätsommer 2018 in Greifswald ausgelobt.

Frau Kannenberg als Landesfrauensprecherin , Frau Schliepack als Bundesfrauensprecherin und Freund Erke als stellv. Landesvorsitzender

zogen eine positive Bilanz des Zusammentreffens.

 

Erika Kannenberg

Landesfrauensprecherin SoVD Mecklenburg - Vorpommern

 

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