Pressemitteilung vom 20.08.2018

Der Rentenstreit kommt nicht zur Ruhe, was steckt hinter Stabilitätsversprechen?

Statt bis 2025 soll bis 2040 das Rentenniveau stabil bei 48 % bleiben.

Dabei versteht man unter Rentenniveau das Verhältnis zwischen einer Altersrente nach 45vJahren Durchschnittslohn und dem aktuellen Durchschnittslohn.

Seit 2005 werden die Altersbezüge  nachgelagert besteuert, beginnend mit 35 %, jährlich ansteigend für die jeweilig neu in die Altersrente eintretenden Generationen. 2040 müssen dann 100 % versteuert werden, aktuell sind es 76 %.

Der Vorschlag der einen Regierungspartei  bedeutet somit eine kontinuierliche Reduzierung der verfügbaren Rente und nicht, wie kolportiert einen positiven Beitrag zur finanziellen  Absicherung im Alter.

Der SoVD - Mecklenburg – Vorpommern hat darauf an vielen Stellen hingewiesen und fordert:

Das Rentenniveau muß mindestens 54 % betragen.

Eine jährliche Anpassung der Höhe der Altersrente zum vollständigen Ausgleich der Inflation

ist erforderlich.

Es muß ebenso ein vollständiger Ausgleich des Verlustes an verfügbarer Altersrente durch die Erhöhung des zu versteuernden Anteiles erfolgen.

Damit kann der Altersarmut entgegengewirkt und Generationenungerechtigkeit gemindert werden.

 

Dr. med. Helmhold Seidlein

SoVD – Landesvorsitzender Mecklenburg - Vorpommern