Pressemitteilung vom 30.07.2018

Eine absurde Idee mag interessant sein- richtig ist sie deswegen nicht

Unser Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich gern als Gesundheitsland.

Und nun diese Meldung“ Wird M-V zur Cannabis-Modellregion?“

Diese Idee kann doch wirklich nur im süßlichen Cannabis-Rauch entstanden  sein.

Allen ist klar, dass Cannabis keine Problemlösung darstellt, sondern Probleme schafft.

Ärzten stehen genügend effektive Möglichkeiten zur Beschwerdelinderung bei Schmerzkranken  zur Verfügung. Ja, auch Cannabis lindert Schmerzen, als weltweit gehandeltes Rauschmittel  schafft es aber vor allen Dingen Schmerzen, individuell und sozial. Die Freigabe von Cannabis verschärft die Situation. Das  ist den Befürwortern bekannt. Wenn nicht, die Drogenberichte aus Deutschland und den USA sind eine interessante erschreckende Lektüre.

Der Sozialverband Deutschland in MV setzt sich für eine umfassende Betreuung von Schmerzkranken  ein. Dazu bedarf es wissender Ärzte, sozialer Sicherungssysteme, Verständnis für die Betroffenen im Umfeld und wirksamer rehabilitativer  Bemühungen. Schmerzkrank zu sein bedeutet nicht Ausschluss von beruflicher und sozialer Teilhabe.

Der Sozialverband Deutschland fordert von der Landesregierung , allen Bemühungen Cannabis zu legalisieren, entschieden entgegenzutreten und gleichzeitig ein wirksames  Programm  der Prävention und Rehabilitation für von Suchtkrankheit Bedrohte und Suchtkranke aufzulegen, die Beratungsmöglichkeiten zu erweitern und den universitären Forschungseinrichtungen Gelder für die wissenschaftliche Bearbeitung der Schmerzkrankheit  zur Verfügung zu stellen.

Dr.med. Helmhold Seidlein

Landesvorsitzender SoVD Mecklenburg-Vorpommern