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Corona


Liebe Mitglieder des Sozialverband Deutschland in Mecklenburg - Vorpommern, werte Ratsuchende,

überall auf der Welt werden Anstrengungen unternommen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu hemmen. Es ist ein gutes Gefühl dabei, wenn wir erleben, dass es tatsächlich auch heute möglich ist einer alle Menschen bedrohenden Gefahr gemeinsam entgegenzutreten. Es macht Hoffnung für die Zeit nach Corona.

Ich habe mich bisher öffentlich nicht zum Virus und seinen Auswirkungen geäußert. Wir alle werden täglich mit sehr sachkundigen Informationen versorgt. Die Bundesregierung und auch unsere Landesregierungen gehen sehr verantwortungsvoll und mit beigezogener Sachkenntnis mit diesem Thema um. Dies gilt es anzuerkennen und zu unterstützen.

Erst dann, wenn diese Epidemie abgeklungen ist, werden Schlussfolgerungen zu ziehen sein.  Denen, die jetzt mit Druck schnelle Lösungen fordern, nachdem sie noch vor wenigen Monaten die Masernschutzimpfung heftig bekämpft haben, muss  mit Sachlichkeit und Beharrlichkeit entgegengetreten werden. Wir gehen mit Sicherheit davon aus, dass in den nächsten Monaten ein wirksamer Impfstoff entwickelt werden kann, der dann für eine Pflichtimpfung in ausreichender Menge zur Verfügung stehen wird. Auch eine medikamentöse Therapie wird bei den Infizierten bald möglich sein.

Das Leben in der Gemeinschaft fordert solidarisches Verhalten. Deshalb müssen wir jetzt Sorge dafür tragen, dass§ die Einschränkungen, die vernünftigerweise beachtet oder auch staatlicherseits verordnet werden, nicht zur realen Bedrohung für Leben, Gesundheit und Teilhabe werden. 

Nachbarschaftshilfe ist gefragt.  Wenn Kindergärten schließen, müssen wir Möglichkeiten suchen, dass die Mütter und Väter dennoch ihrer Berufstätigkeit nachgehen können. Wenn Älteren und chronisch Kranken empfohlen wird, derzeit nicht die Kaufhalle aufzusuchen, dann müssen wir dafür sorgen, dass deren Kühlschränke dennoch richtig befüllt sind.

Es gibt vieles zu tun.

Nie war das so vielfach verfremdete Wort unserer Kanzlerin zutreffender als jetzt : „Wir schaffen das!“ 

Lassen Sie es mich sehr klar sagen: Zu diesem „Wir schaffen das !“ gibt es keine Alternative. Alles andere ist mit unüberschaubaren Folgen für die Gesellschaft und jeden Einzelnen verbunden.

Wir müssen unter strikter Beachtung der Vorgaben, die wir von Sachkundigen, und nur von denen sollten wir sie annehmen, erhalten, weiter unsere Pflicht erfüllen, Solidarität leben und unsere Gesellschaft vor der Gefahr der Entsolidarisierung und des Zusammenbrechens schützen.

Die Empfehlungen lauten, Menschenansammlungen und andere Situationen, in denen die Möglichkeit der Virusübertragung besteht, zu meiden. Wir wissen, dass dies nur eingeschränkt möglich ist. Der Staat muß hoheitliche Aufgaben erfüllen, die Mitarbeiter im Verkehrswesen müssen Menschen und Waren transportieren, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen können vor der Bedrohung nicht zurückweichen, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Aber im Kleinen können wir vieles tun. 

So werden wir, bis zur Entwarnung durch die zuständigen Landes- und Bundesbehörden, die direkten Kontakte zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres SoVD- Landesverbandes und den Ratsuchenden aussetzen und stattdessen auf die telefonische Beratung, auf die Postwege, die elektronischen Medien usw. zurückgreifen um dennoch denen, die unsere Hilfe und Unterstützung benötigen, zu helfen und unsere satzungsgemäßen Aufgaben zu erfüllen.

Dies betrifft auch die Rechtsvertretung unserer Rechtsanwälte vor Gericht. Diese erfolgt weiter uneingeschränkt, sofern das Justizministerium keine anderen Festlegungen trifft.

Wir bitten Sie deshalb, nehmen Sie Abstand vom persönlichen Besuch unserer Beratungsstellen. Greife Sie zum Telefon, zum Handy, zum Computer, zu Stift oder Füller und übermitteln uns so Ihre Anliegen. Unsere Beratungsstellen arbeiten und werden ihnen die gewünschten Auskünfte über diese Wege geben. 

Für die unabdingbaren persönlichen Gespräche bei der Rechtsvertretung werden Ihnen unsere Rechtsanwälte nach den Maßgaben der Landesregierung zur Verfügung stehen. Dies wird mit Ihnen am Telefon besprochen. Persönliche Kontakte sind nicht ausgeschlossen, wenn es nicht Risikopersonen betrifft. Es könnte z.B. dann erforderlich werden, wenn eine einstweilige Verfügung gegen das Jobcenter zur Existenzsicherung benötigt wird oder sehr dringend eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht erstellt werden muss.

Veranstaltungen in den Ortgruppen und Kreisverbänden können  derzeit nicht durchgeführt werden. Der Mitgliederkontakt ist uns so wichtig aber wir können hier nicht anders handeln. Wir hoffen, die Mitglieder suchen nach Möglichkeiten, wie den schon benannten, miteinander im Gespräch und im Gedankenaustausch zu bleiben.

Liebe Mitglieder im Sozialverband Deutschland in Mecklenburg – Vorpommern, werte Ratsuchende,

im Namen des Landesvorstandes des SoVD in MV danke ich Ihnen sehr für Ihr Verständnis. Wir hoffen gemeinsam, die Zeit der Einschränkungen wird bald vorüber sein.

Wir geben Ihnen keine weiteren Verhaltenshinweise  oder medizinische Empfehlungen.

Bitte nutzen Sie die von der Landesregierung und dem Landesgesundheitsamt sehr umfangreich und seriös angebotenen Informationen.

Vertrauen Sie nur auf diese und besprechen Sie Einzelheiten ggf. mit Ihren Hausärzten.

Ihr

Dr. med. Helmhold Seidlein

SoVD – Landesvorsitzender Mecklenburg - Vorpommern