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Krieg in Europa

Aktuelles

Die sechste Woche einer geplanten Katastrophe, der in Kauf genommenen letzten Katastrophe.

Krieg, ein unerhörtes Wort und eine ungeheuerliche Tat.

Krieg, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, unteilbar, immer ein Verbrechen, immer eine Missachtung des ersten Artikels unseres Grundgesetzes, egal in welch glorifizierender Form seine Begründung daherkommt.

Krieg, etwas, bei dem es nur Verlierer gibt.

Krieg, Vernichtung all derer, deren Seele es eilig hat, obwohl sie doch noch lange auf der Erde weilen könnte, mit täglicher Neugier auf Liebe, Leben, Glauben und neues Wissen, in der Hoffnung, nur Menschen guten Willens zu begegnen.

Krieg vernichtet Freundschaft, Zuneigung, Liebe.

Krieg entmenschlicht!

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*Meine Seele hat es eilig*

Mario de Andrade (San Paolo 1893-1945) 
Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler
Einer der Gründer der brasilianischen Moderne.

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe. Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten essen sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.

Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.

Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.

Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeit zu kämpfen.

Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.

Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.

Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.

Meine Zeit ist zu kurz, um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süßigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind. Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden. Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. Die, die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten. Es ist das, was das Leben lebenswert macht.

Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren. Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.

Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden als die, die ich bereits gegessen habe.

Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

 

Bedenken wir dies, ehe wir meinen, richten zu können, über gute und schlechte Kriege.

Dr. med. H. Seidlein
SoVD - Landesvorsitzender Mecklenburg-Vorpommern